Nachrichten aus Taiwan Februar 2009Wir danken dem Herrn für das neue Jahr das nach allem besonders nach der Zeit mit Franklin Graham wieder reichlich mit Arbeit gesegnet sein wird. – Taiwan ist nicht nur reich an Früchten, Leuten und dicht bevölkerten Städten, es ist bleibt auch reich an Arbeit im Reich Gottes.
Nacherntezeit Weihnachten / Chinesisch Neujahr:Taufen /Gemeindeeintritte und über das Jahr verteilt einen Zuwachs an Gottes-dienstbesuchern der am Wochenende inzwischen bereits über 400 Personen geht. Dabei sind Ergebnisse durch die Sonntagschularbeit, das Unterrichten des “Champion” Programms an Mittelschulen, die evangelistische Arbeit am Krankenhaus und die Einsätze an einer benachbahrten Uni mit berücksichtigt. Der 13 Mio NT$ Gemeindehaushalt 2010 mit seinen zahlreichen missionarischen Projekten wird erstmals umgerechnet 300.000 € (!) übersteigen. Die Gemeinde selbst trifft sich in Appartments, um Geld für die Mission zu sparen. Für das neue Jahr hat der Pastor das Ziel 100 Mitglieder zum Durchlesen der Bibel in einem Jahr zu mobilisieren, es haben sich schon 114 eingetragen. - Alain gab ihm auf Anfrage einen entsprechenden Bibelleseplan. – Aus dem Kreis der Bibelleser rekrutiert sich der Hl. Geist oft die zukünftigen Gemeinde Mitarbeiter.
Franklin Graham - und was uns davon für 2009 bleibt!Langsam scheinen die mit evangelistischen Aktivitäten gefüllten Tage aus der Zeit mit Franklin Graham zu verblassen, doch wer denkt bei uns sei es Gott sei Dank (?) endlich etwas Ruhe eingetreten sieht sich enttäuscht. Das Jahr 2009 scheint wohl das genaue Gegenteil davon werden, denn jetzt wollen wir den erhaltenen Segen von Greater Taipei aus weiter ausbreiten. Das bedeutet, CCEA (Chinese christian Evangelistic Association) bietet landesweit den ärmeren, ländlichen und kleinstädtischen Gemeinde- Allianzen unsere Hilfe für die Durchführung von Groß-Evangelisationen (unser Büro, Verwealtung zweckgebundener Spenden, logistische und personelle Unterstützung) an. – Damit können wir parallel die vom CCEA Missionbüro her gewonnenen missio-narischen Erfahrungen mit asiatischen Gastarbeitern und eingeheirateten Frauen (aus Indonesien, Vietnam, Thailand u.a.m) an Lokalgemeinden weitergeben. Das heisst hier ist TECC (Taiwan Expatriate Caring Committee) gefragt. Man mag über Grossevangelisationen unterschiedlicher Ansicht sein, doch bei so viel mit dem Evangelium unerreichten Leuten in Taiwan scheint diese Form jetzt dran. – Wie wir hörten sind immerhin 98% der knapp 10.000 neuen Christen in den Gemeinden integriert! Das ist für Franklin Graham in Asien der höchste Prozentsatz! Unter den 2% Ferngebliebenen sind oft Studenten mit einer extrem ausgefüllten Agenda, denen noch nachgegangen wird.
Taosheng & Hakka Theological Seminary in 2008/9Alle Studenten schafften die Semesterprüfung und lieferten moderate bis gute Facharbeiten. Um wirklich gute Arbeiten schreiben zu können, fehlen in Mandarin noch die Fachbücher. Es gibt zur Missionsgeschichte wenig Material in Mandarin. Das muss noch werden. Einer der Studenten (Gemeindeältester) schrieb eine Facharbeit über die Entwicklung der Assy-rischen Missionskirche in China (damals „Nestorianer“ genannt) und ihre missionarischen Methoden. “ Als Taiwanese interessierte ihn, ob deren Missionare noch vor den Holländern 1624 nach Taiwan gekommen waren. Obwohl dieses Mal nicht so viel Studenten teilnehmen konnten will der Dekan den 1. Teil des Kurses so bald wie möglich druckfertig haben. Der Dekan des Hakka Theological Seminary lud Alain ein ab Februar in seiner Hakkagmeinde in Pingcheng an sechs aufeinaderfolgenden Samstagen Mis-sionsgeschichte zu unterrichten. 17 Studenten haben sich schon angemeldet. – Der selbstgeschriebene Teil des Kurses, der sich mit Taiwan befasst („The Gospel’s Voyage to Taiwan“) ist fertig übersetzt. – Darin wird gezeigt wie die Holländer in wenigen Jahren eine anarchisch eingestellte Kultur von Kopfjägern zu 20% vom Evangelium über-zeugen konnten . Davon liess sich ein Viertel auf das Bekenntnis ihres neuen Glaubens taufen. Diesen Teil ihrer Geschichte kennen Christen hier zu lande kaum, doch hat jene Zeit Taiwan nachhaltiger geprägt als die darauf folgenden 250 Jahre zusammen.
In der Endphase am Taosheng Sacred Music College Rita muss ihre hart erlernten neuen Fertigkeiten oft unter extremen Bedingungen unter Beweis stellen. Lieder müssen entweder in Mandarin, meist aber in Min-nan („Taiwanisch“), Italienisch, Latein, Französisch oder English gesungen werden. Beim Klavierspielen kann allein schon das „andere Klavier / Grand Piano,“ die neuen „ungünstigen Lichtverhältnisse,“ oder der Mangel von „genügend Klavierüben“ viel Nervosität verur-sachen. - Doch auch das vergangene Semester ist wieder bestanden! Der Kinderchor in der Gemeinde ist ihr weiterhin ein Quell grosser Freude. –Die Verkündigung mit Musik unter Taiwanesen ist in den letzen Jahren ein sehr vielversprechender Dienst geworden, der besonders unter Kindern in Gemeinden nicht recht entwickelt ist.
TECC im Jahr 2009Wir haben bei unserer letzten TECC Sitzung beschlossen den Druck eines Evangeliums für die mehr als 177.000 Indonesier im Glauben in Angriff zu nehmen. Von dem Geld für 10.000 Hefte ist momentan noch nicht viel da, die Kosten sind auch gestiegen. Die lokale Bibelgesellschaft hilft bei der Edition und beim Druck des vorgesehenen Lukasevangeliums in Indonesisch/Mandarin. Für die diesjährigen Lokalevangelisationen werden weitere Aufwendungen für Zweitauflagen unserer Über-setzungen erwartet. Wir hoffen, dass sich in diesem Prozess die zersplitterten indonesischen Gemeinden nach Jahren theologischer Diskussionen über indonesisch-theologische Probleme einigen können und der Hl. Geist eine gute Zusammenarbeit schenkt. – Wir haben ausserdem in Taipei mit einem “International Prayerfellowship,” begonnen, an dem sich internationale Gemeinden aus der Franklin Graham Zeit beteiligen.