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07 November 2007

DAS APOSTOLISCHE GLAUBENSBEKENNTNIS

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters;

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die allgemeine christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Amen

Credo Lateinisch:
Credo in deum patrem omnipotentem,
creatorem coeli et terrae;
Et in Iesum Christum, filium eius unicum,
dominum nostrum,
qui conceptus est de Spiritu sancto,
natus ex Maria virgine,
passus sub Pontio Pilato,
crucifixus, mortuus et sepultus,
descendit ad inferna,
tertia die resurrexit a mortuis,
ascendit ad coelos,
sedet ad dexteram dei patris omnipotentis,
inde venturus est iudicare vivos et mortuos; Credo in Spiritum sanctum,
sanctam ecclesiam catholicam,
sanctorum communionem,
remissionem peccatorum,
carnis resurrectionem,
et vitam aeternam.
Amen.


1. Einführung zum Credo (Bekenntniss, lat. credere, ich glaube)

1.1 Hintergrund der zwei grossen christlichen Bekenntnisse

Jesus hat das Apostolikum nicht aufschreiben lassen. Nach seinem Tod und aus dem Bekenntnis zu seiner Auferstehung entstanden Bekenntnisformeln wie „Jesus ist Herr“ (Kyrios) oder „Jesus ist der Retter“ (Christus). Der Apostel Paulus übernimmt in seinen Briefen bereits solche urchristliche Bekenntnisformeln Ein Beispiel ist Römer 1,3f: Er verkündet „das Evangelium von seinem Sohn, dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids, der dem Geist nach der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten, das Evangelium von Jesus Christus , unserem Herrn.“

Die beiden grossen christlichen Bekenntnisse heissen „Apostolicum“ und „Nicänum“.

1.2 Das Apostolische Glaubensbekenntnis
Ob die Erstformulierung des Apostolischen Glaubensbekenntnisses auf die Apostel zurückgeht, kann heute nicht mehr nachgeprüft werden, aber es zeichnet sich auf jeden Fall durch eine hervorragende Zusammenfassung von Glaubenssätzen apostolischer Lehre aus. Was man weiss ist folgendes:

Im 2. Jhd. n. Chr. entwickelte sich die dreigliedrige Form (Vater, Sohn und Heiliger Geist), so wurde ein solches kurzes Glaubensbekenntnis in Ägypten nachgewiesenes sowie das altrömische Taufbekenntnis "Romanum".
Im 3. Jhd. n. Chr. nahm es eine feste Gestalt an. Seit 390 n. Chr. wird es als "Apostolisches" Bekenntnis bezeichnet.
Unter Karl dem Grossen wurde es um 800 n. Chr. offizielles Bekenntnis des Frankenreiches und damit im gesamten Abendland verbreitet.
Das Konzil von Nizäa (Jahr 325) formulierte die »Wesensgleichheit« von Christus und Gott im Glaubensbekenntnis.
Als Bekenntnis verbindet es die christlichen Kirchen. Die evangelischen Kirchen bekennen es in weltweiter Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche, der altkatholischen Kirche, den anglikanischen Kirchen und vielen anderen.

Da im damaligen Umfeld bei der Taufe von Anfang an eine Erklärung zum Inhalt des Glaubens gefordert wurde, könnte der Ursprung dieses Bekenntnis damit zu tun gehabt haben. - Die dreigliedrige Form des Bekenntnisses deutet auf Jesu Missionbefehl hin:

Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Matth. 28,19-20)

Karl der Große ließ das Apostolikum im 9.Jahrhundert in seine Reichsgesetze schreiben und im 10.Jahrhundert wurde es von Kaiser Otto dem Großen als Taufbekenntnis eingeführt. Im 16. Jahrhundert schrieb das Konzil von Trient es für die römisch-katholische Kirche als Grundlage der katechetischen Unterweisung vor. Ebenso gilt es als Glaubensnorm für die evangelischen Kirchen mit theologischen Wurzeln in der germanischen, lateinischen, bzw. angelsächsischen Reformation und ihren Missionskirchen weltweit.


1.3 Hintergrund des Nicänum

Das zweite berühmte Glaubensbekenntnis ist das Nicänum. Dieses Glaubensbekenntnis ist das Ergebnis von vier Konzilien welche einberufen wurden um Streitfragen im vierten und fünften Jahrhundert zu klären.
Nachdem Kaiser Konstantin 313 uneingeschränkte Religionsfreiheit eingeführt hatte, kam plötzlich die Frage auf, ob Christus Gott oder Halbgott sei. - Für Arius aus Alexandrien war Christus Gott ähnlich, Christus ei sein vornehmstes und wichtigstes Geschöpf. Für den Diakon und späteren Bischof von Alexandrien Athanasius war aber klar, dass Jesus nur als Gottmensch Erlöser sein könne. Nur ein Sohn Gottes, eines Wesens mit dem Vater, der Mensch wurde, könne die Menschen durch seinen Opfertod zu Gott zurückführen.
Kaiser Konstantin berief 325 ein Konzil ein das beschloss:

“Jesus Christus ist Gottes eingeborener Sohn, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch ihn ist alles geschaffen.“

Kaiser Theodosius erhob 380 das Christentum zur Staatsreligion und berief ein weiteres Konzil ein. Darin wurde der Heilige Geist definiert als der „der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten.“

Das Nicänum ist dem Apostolicum sehr ähnlich. Es behandelt im Kern noch eine später aufgetretene Frage etwas gründlicher, nämlich die Frage, ob Jesus zwei Naturen gehabt habe. Die Kaiserin Pulcheria und ihr Mann riefen zu diesem Zweck das 4. Ökumenische Konzil dieses Mal zu Chalcedon ein, das dazu folgendes festestellte:

„Der Sohn, unser Herr Jesus Christus, ist ein und derselbe. Der eine und selbe ist vollkommen der Gottheit und vollkommen der Menschheit nach, wahrer Gott und wahrer Mensch (..) der in zwei Naturen unvermischt, unverwandelt, ungetrennt und ungesondert besteht(...) Wir bekennen nicht einen in zwei Personen getrennten und zerrissenen sondern einen und denselben ein(zig) geborenen Sohn, das göttliche Wort, den Herrn Jesus Christus.“

1.4 Das Nizäno- Konstantinopolitanische Bekenntnis

Wir glauben an einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer all des, das sichtbar und unsichtbar ist;
und an einen Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, der als Einziggeborener aus dem Vater gezeugt ward, d.h. aus dem Wesen des Vaters, Gott von Gott, Licht von Licht, wahrhaftiger Gott aus wahrhaftigem Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater ( griech.: „homoousios“), durch welchen alles geworden ist, sowohl was im Himmel wie was auf Erden ist, der um uns Menschen und um unseres Heiles willen herabgestiegen und Fleisch geworden ist, der Mensch ward, litt und am dritten Tag auferstand, aufgefahren ist gen Himmel (und) kommen wird, um Lebende und Tote zu richten;
und an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt.



Als Bekenntnis verbindet es die christlichen Kirchen untereinander. Die evangelischen Kirchen bekennen es in weltweiter Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche, der altkatholischen Kirche, den anglikanischen Kirchen zusammen mit den Anhängern des griechischen Ritus und den Altorientalischen Kirchen des Mittleren Ostens.

Da im damaligen Umfeld bei der Taufe von Anfang an eine Erklärung zum Inhalt des Glaubens gefordert wurde, könnte der Ursprung dieses Bekenntnis damit zu tun gehabt haben. - Die dreigliedrige Form des Bekenntnisses deutet auf Jesu Missionbefehl hin:

Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Matth. 28,19-20)

Karl der Große ließ das Apostolikum im 9.Jahrhundert in seine Reichsgesetze schreiben und im 10.Jahrhundert wurde es von Kaiser Otto dem Großen als Taufbekenntnis eingeführt. Im 16. Jahrhundert schrieb das Konzil von Trient es für die römisch-katholische Kirche als Grundlage der katechetischen Unterweisung vor. Ebenso gilt es als Glaubensnorm für die evangelischen Kirchen mit theologischen Wurzeln in der Reformation weltweit


Literturangaben:
H. Denzinger, Enchiridion, 1967, 34. Auflage, Nr. 30;
Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, 1930, S. 21
Hg. Hans Steubing, Bekenntnisse der Kirche, 2. Taschenbuchauflage, Wuppertal: R. Brockhaus, 1997, S. 19
http://www.art-marburg.info/bekenntnisse/Apostolikum.rtf (2002)
http://web246m.dynamic-kunden.ch/
http://www.brockhaus.de/wissen/apostolisches%20glaubensbekenntnis

2. Die Glaubenssätze im Einzelnen


2.0 Glauben und Bekennen?

"Glauben" wir das "Glaubens"- Bekenntnis eigentlich wirklich?
Wer unterschreibt schon etwas, ohne vorher den Text genau gelesen und darüber nachgedacht zu haben? - Wie leichtfertig sagen wir - und das im Angesichte Gottes im Gottesdienst - etwas, daß wir vielleicht gar nicht meinen!

Jesus selbst warnte vor Heuchelei, d.h. das man etwas sagt, aber gar nicht meint: Da fing Jesus an und sagte zu seinen Jüngern: Zum ersten hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, welches ist die Heuchelei. Lukas 12,1
Jesus ging so weit, daß er über diese Pharisäer sagen musste:
Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut's; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen's wohl, und tun's nicht. Matth. 23,3

Wie sieht es bei uns bezüglich dem Glaubensbekenntnis aus? Sagen wir es auch nur, oder sind wir TÄTER des Wortes?
Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein, sonst betrügt ihr euch selbst!
Jakobus 1,22



01

Wie heißt der erste Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

“Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde”.



Fragen helfen uns hinter eine Aussage zu kommen, ihren Sinn zu verstehen und dadurch zu sehen wozu das gewonnene Wissen nützlich.
Fragen:

1.1 Woher wissen wir, dass es einen Gott gibt ?

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Dass es einen Gott gibt, wissen wir erstens aus der sichtbaren Welt, zweitens aus der Stimme des Gewissens und drittens aus der Offenbarung von Gottes Willen, wie wir ihn in geschriebener Form in der Bibel finden .


1.2 Gibt es mehr als einen Gott ?

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Es gibt nur einen Gott. Aber Gott besteht aus den Personen Vater und der Sohn und der Heiliger Geist. Jede dieser drei Personen ist Gott, hat einen unabhängigen Willen und doch bilden diese drei zusammen den dreieinigen Gott. Als die Sünde in die Welt kam wurde das tiefe Wissen um dieses Geheimnis vernebelt. Dadurch bildeten sich Religionen, die die Besonderheiten einer der drei Personenjeweils etwas Erkenntnis Dies ist ein großes Geheimnis.

1.3 Warum nennen wir Gott den "Schöpfer des Himmels und der Erde" ?

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Gott ist der "Schöpfer des Himmels und der Erde", weil er die unsichtbare und die sichtbare Welt aus dem Nichts (ex nihilo) erschaffen hat. Gott hat alles zu seiner Ehre und den Menschen zu seinem Gegenüber erschaffen. Gott erhält und regiert seine Schöpfung, er hat deshalb Anspruch auf unsere Verehrung.

1.4 Welche Eigenschaften hat Gott ?
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Gott ist ewig, d.h. Gott ist immer gewesen und wird immer sein. Gott ist unveränderlich, d.h. Gott ist immer gleich und ändert seine Pläne nicht. Gott ist allgegenwärtig, d.h. Gott ist überall, im Himmel und auf der Erde. Gott ist allwissend, d.h. Gott weiß alles, auch was wir denken und wollen. Gott ist allmächtig, d.h. Gott kann alles machen, was er will. Gott ist allweise, d.h. Gott versteht alles so zu fügen und zu lenken, wie es am besten ist. Gott ist heilig, d.h. Gott liebt das Gute und hasst das Böse. Gott ist gerecht, d.h. Gott belohnt die Guten und bestraft die Bösen, wie es jeder verdient. Gott ist wahrhaft, d.h. Gott spricht nur die Wahrheit, er kann nicht irren und nicht lügen. Gott ist treu, d.h.: Gott hält, was er verspricht und führt aus, was er androht. Gott ist gütig, d.h. Gott ist voll Liebe zu uns und schenkt uns unzählige Wohltaten. Gott ist barmherzig, d.h. Gott hat Erbarmen mit unserer Not und verzeiht dem Sünder, wenn er sich bekehrt.

1.5 Warum lässt Gott die Leiden zu ?
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Leiden sind Bestandteil der in die Sünde gefallenen Schöpfung und existierten vor dem Sündenfall nicht. Durch Leiden können Menschen Gott von einer neuen Seite erkennen und erfahren. Das benutzt er um ihnen zu helfen auf ihrem Weg in die Gemeinschaft auf Erden mit IHM erfolgreicher zu werden und für den Himmel vorzubereiten. Der Mensch hat die Wahl sich dagegen zu wehren.

1.6 Warum lässt Gott die Sünde zu ?

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Gott lässt die Sünde zu, weil er den Menschen nicht als Maschine oder als Tier, sondern mit einem Willen erschaffen hat, der sich selbst für oder gegen IHN entscheiden kann und in der Lage ist das Böse als bös und das Gute als gut mit seinen Vor- und Nachtteilen erkennen kann.

1.7 Wer sind die Engel ?
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Die Engel sind reine Geister mit großem Verstand und großer Kraft. Am Anfang waren alle Engel gut und glücklich. Doch viele haben, mit Luzifer einem sehr mächtigen Erzengel an der Spitze, gesündigt und wurden dafür aus den Himmeln heraus auf die Erde geworfen und in die Hölle gestürzt. Die guten Engel beschützen uns an Leib und Seele. Die bösen Geister hingegen versuchen uns an Leib und Seele zu schaden und uns vom Weg mit Jesus weg zu bringen. Durch eine klare Nachfolge Jesus nach, dem Halten der Gemeinschaft mit anderen Christen, Wachsamkeit und Gebet Wir können uns gegen sie schützen.

1.8 Was ist der Mensch ?


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Gott schuf den Menschen aus Erde und hauchte ihm eine unsterbliche Seele ein. Der Mensch ist in dieser Beziehung Gott ähnlich und hat eine geistige Seele. Vor dem Sündenfall im garten Eden war der Mensch sündenfrei, heilig, vollkommen an Körper und Geist, glücklich im Paradies ohne Leiden und Tod, sowie ohne Neigung zum Bösen. Doch die ersten Menschen sind nicht so geblieben, wie Gott sie erschaffen hat. Sie haben gesündigt und sind von Gott dafür bestraft worden. Nach dem Sündenfall kam die Sünde in ihr Leben, die Angst vor dem Schöpfer, sie waren an Körper und Geist geschwächt und wurden aus Paradies vertrieben viel leiden und später sterben. Ab dann war es wie wenn sie zwei Naturen hätten, eine die dem Bösen zugeneigt ist und eine die das Reine Heilige und die Gemeinschaft mit dem Schöpfer sucht.

Dies haben sie allen ihren Nachkommen vererbt. Man nennt sie deshalb auch „Erbsünde.“ Die Sünde Adams hat allen Menschen geschadet, weil die Schuld mit ihren bösen Folgen auf alle Menschen übergegangen ist.
Da Jesus vom heiligen Geist (Jes 7:14) gezeugt wurde, hatte er keine Erbsünde, wovon einige ableiten, dass sie Maria wohl auch nicht hatte. Da Gott den Menschen nicht in seiner Sünde mit ihren Folgen lassen wollte versprach er und sandte er als Erlöser Jesus Christus seinen Sohn, indem er ihn als Mensch kommen liess und den Preis für die Erlösung sich selbst bezahlte.


02


Wie heißt der zweite Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

“und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn”


2.1 Was ist der Kern des zweiten Glaubenssatzes ?

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Im zweiten Glaubenssatz bekennen wir, dass Jesus Christus wahrer Gott ist. Der Glaube an die Gottheit Jesu Christi steht im Mittelpunkt der ganzen christlichen Religion. Christus ist nicht bloß der größte Gelehrte, der größte Menschenfreund und der größte Heilige; er ist unendlich mehr: Er ist Gottes wesensgleicher Sohn, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott.



2.2 Wer ist Jesus Christus ?

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Jesus Christus ist der wahre Sohn Gottes, unser Erlöser und Heiland. Der Name "Jesus" bedeutet: "Gott rettet". Gott selbst ließ durch den Engel dem heiligen Josef sagen: "Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen." (Mt 1,21) Der Name "Christus" bedeutet: "Gesalbter". Gesalbt wurden im Alten Bund Propheten, Priester und Könige. Jesus ist der größte Prophet, der göttliche Hohepriester und der König der Könige.

2.3 Wer sagt uns, dass Jesus Christus wahrer Gott ist ?




Dass Jesus Christus wahrer Gott ist, sagen uns die Propheten und Apostel, der himmlische Vater und Jesus selbst. Der Prophet Jesaja sagt: "Gott selbst wird kommen und euch erretten." (Jes 35,4). Der Apostel Petrus bekennt: "Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes !" (Mt 16,16).

Gott Vater rief bei der Taufe Jesu im Jordan vom Himmel: "Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe" (Mt 3,17). Jesus bezeugte seine Gottheit durch seine Worte und seine Wundertaten. Als der Hohepriester zu Jesus sagte: "Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, sag uns: Bist du der Messias, der Sohn Gottes?" antwortete Jesus: "Du hast es gesagt." (Mt 26, 63-64).

2.4 Wie hat Jesus bewiesen, dass er wahrer Gott ist ?

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Dass Jesus wahrer Gott ist, hat er bewiesen erstens durch seine Wunder, zweitens durch seine Weissagungen und drittens durch sein heiliges Leben.

2.5 Inwiefern zeigen die Wunder, dass Jesus wahrer Gott ist ?
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Jesus hat sehr viele Wunder gewirkt, und zwar aus eigener Kraft. So zeigte er sich als Herr über die Natur (Brotvermehrung, wunderbarer Fischfang, Sturmstillung), als Herr über Krankheiten (Heilung von Blinden, Lahmen und Aussätzigen), als Herr über den Tod (Auferweckung des Jünglings von Nain, der Tochter des Jairus und des Lazarus) und als Herr über die bösen Geister (Heilung eines Besessenen von Gerasa).

2.6 Inwiefern zeigen die Weissagungen, dass Jesus wahrer Gott ist ?

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Jesus waren die dunkelsten Geheimnisse bekannt. Aus eigenem Wissen sagte er z.B. die Verleugnung des Petrus voraus, den Verrat des Judas, sein Leiden und seine Auferstehung, die Zerstörung von Jerusalem. Er kannte die Herzensgeheimnisse der Menschen und alle ihre Gedanken.

2.7 Inwiefern zeigt sein, dass Jesus wahrer Gott ist ?

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Er konnte seinen Feinden sagen: "Wer von euch kann mir eine Sünde nachweisen ?" (Joh 8,46) Wir finden nichts in seinem Leben, was nicht heilig und göttlich ist.

2.8 Welches ist der größte Beweis für die Gottheit Jesu ?
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Der größte Beweis für die Gottheit Jesu ist seine glorreiche Auferstehung von den Toten. Diese ist durch zuverlässige Zeugen einwandfrei bewiesen. Die Apostel waren Augen- und Ohrenzeugen. Sie besiegelten ihr Zeugnis mit ihrem Blut.



03

Wie heißt der dritte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?
Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria
• Was ist der Kern des dritten Glaubenssatzes ?
Im dritten Glaubenssatz bekennen wir, dass unser Erlöser wahrer Mensch ist. Der Sohn Gottes ist Mensch geworden. Er hat zu seiner Gottheit noch eine zweite Natur angenommen, die Menschheit. Nur so konnte er leidend und sterbend die Welt erlösen.
• Wozu ist der Sohn Gottes Mensch geworden ?
Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, um uns zu erlösen.
• Was heißt das: Der Sohn Gottes ist Mensch geworden ?
Der Sohn Gottes ist Mensch geworden heißt: Er hat wie wir Menschen einen Leib und eine Seele angenommen.
• Wer ist also Jesus Christus ?

Jesus Christus ist also der Gott-Mensch, wahrer Gott und wahrer Mensch. Wahrer Gott ist er von Ewigkeit her, wahrer Mensch seit der Menschwerdung. Jesus Christus hat also zwei Naturen: die göttliche, weil er Gott ist, die menschliche, weil er Mensch ist.
• Wer ist die Jesus' Mutter ?
Die Mutter Jesu ist Maria. Sie ist eine Nachkommin des König Davids, sowie ihr Mann Joseph auch. Ihre Haltung war in jungen Jahren Gott gegenüber schon so vollkommen auf seine Verherrlichung ausgerichtet, dass ihr Körper vom Hl Geist als Gefäss für die Menschwerdung des Gottessohnes erwählt wurde. Sie wird deshalb und weil angenommen wird, dass sie auch von der Erbsünde gereinigt wurde, “reinste Jungfrau” genannt. Sie wird auch “Mutter Gottes” genannt, weil ihr Sohn wahrer Gott ist. Trotzdem ist sie dabei ganz Mensch geblieben und darf deshalb nicht angebetet werden.
• Warum ist Maria uns auch ein Vorbild ?
Maria ist uns durch ihre dienstbereite Haltung, bei der Jesus immer den ersten Platz in ihrem Herzen hatte und durch ihre Unterordnung unter seinen Willen ein Vorbild. Sie wurde von Jesus am Kreuz zur Mutter des Johannes bestimmt ("Frau, siehe, dein Sohn !" Und zu Johannes sprach er: "Siehe, deiner Mutter !"), der sich dann bis zu ihrem Ende um sie kümmerte. Maria wohnte spatter mit Johannes in Ephesus und war mit ihm gemäss einer französischen Tradition mindestens einmal dienstlich in Lyon unterwegs.
• Wer ist Josef, der Mann der Maria ?
Der Josef ist der Nähr- und Pflegevater Jesu. Er ist also nicht der eigentliche Vater Jesu. Das ist der himmlische Vater. Als der zwölfjährige Jesus von Maria und Josef im Tempel wieder gefunden wurde, sagte er zu ihnen: "Wußtet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört ?"
• Woher wissen wir, dass Jesus unser Erlöser ist ?
Dass Jesus unser Erlöser ist, wissen wir erstens, weil Gott es durch den Engel dem heiligen Josef verkündet hat; zweitens, weil Christus es selbst gesagt hat; drittens, weil sich nur an ihm die Weissagungen und Vorbilder über die Erlösung erfüllt haben. Zum heiligen Josef sprach der Engel: "Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen." (Mt 1,21). Von sich selbst sagte Christus: "Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist." (Lk 19,10). Die Propheten haben die Geburt des Erlösers, seine Wunder, sein Leiden und Sterben und seine Auferstehung geweissagt (vgl. Jes 7,14; Mich 5,2; Gen 49,10; Jes 35,5f.; Jes 11,10)
• Kann die geschichtliche Existenz Jesu Christi sicher bezeugt werden ?

Die geschichtliche Existenz Jesu Christi wird nicht bloß durch christliche, sondern auch durch nichtchristliche Schriftsteller, bei denen der Verdacht der Fälschung von vornherein ausgeschlossen ist, sicher bezeugt. So berichtet z.B. Tacitus (53-120) von "Christus, der unter Pontius Pilatus hingerichtet wurde." Auch Sueton erwähnt um 120, dass es unter den Juden wegen Christus zu heftigen Auseinandersetzungen kam. Plinius der Jüngere schreibt um 112, dass die Christen "an einem festgesetzten Tag vor Tagesanbruch zusammenkommen und Christus wie einem Gott ein Loblied singen." Aber nicht nur heidnische, sondern auch jüdische Schriftsteller wie Flavius Josephus belegen eindeutig die geschichtliche Existenz Jesu Christi.



04


• Wie heißt der vierte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?
Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben

• Was ist der Kern des vierten Glaubenssatzes?

Der vierte Glaubenssatz erklärt uns, wie der Heiland uns erlöst hat. Er hat uns erlöst durch sein bitteres Leiden und seinen Kreuzestod. Krippe und Kreuz, Bethlehem und Golgotha sind die ergreifenden Denkmäler der Gottesliebe.

• Was geschah durch den Tod Jesu am Kreuz?
Durch den Tod am Kreuz hat Jesus erstens die Welt erlöst, zweitens dem himmlischen Vater ein vollkommenes Opfer dargebracht und drittens die christliche Gemeinde des Neuen Bundes gestiftet.

• Wovon hat uns Jesus erlöst?

Jesus hat uns erlöst von Sünde, Strafe und damit dem ewigen Entferntsein von Gott (Hölle). Unterschied zw. Totenreich und Hölle

Die Hölle im Witte: Schülerlexikon von 1973:
„(Hölle (weibl.)! meint den Zustand peinigender Gottesferne nach dem Tode, auch ewige Verdammnis genannt... Nach christlicher Überzeugung geht nur derjenige verloren, der sich ganz bewußt von Gott losgesagt hat und in dieser Verfassung stirbt.“ Heb. 6:14

> Die Hölle im Lexikon zur Bibel:
Die Unterwelt gilt als Totenreich bis zum Jüngsten Gericht, danach wird sie Strafort.
Christus ist der Herr über Tote und Lebendige. Am Tage des Gerichts wird dieses Totenreich geleert werden und die Ungerechten erhalten ihren Ort der endgültigen Bestimmung zugewiesen.

• Was heißt: Jesus hat uns erlöst von Sünde ?


Jesus Christus hat für unsere Sünde die unendliche Schuld bezahlt, doch so ein Blankocheck, den man nicht annimmt nichts nützt, so ist es auch mit der bezahlten Schuld, es sei denn wir antworten darauf mit Glauben an Jesus als dem Sohn Gottes, nützt uns diese Liebestat nichts. Wir können nicht durch Sakramente erlöst werden, auch wenn wir dabei ein Reuegefühl empfinden sollten.

• Was heißt: Jesus hat uns erlöst von Strafe ?


Keiner kommt in die Hölle, der Christus treu bleibt (vgl. Röm 8,1). Vom Teufel und seinen Anhängern wird gesagt, dass sie einmal in den Feuersee geworfen werden, dessen Feuer nie erlischt. Wer Jesus ablehnt, über dem schwebt das Gericht, die ewige Trennung von Gott als Strafe für seine Sünde.

• Was hat uns Jesus am Kreuz für uns erworben ?


Jesus hat uns am Kreuz praktisch die Kosten für unsere Sünden mit seinem eigenen göttlichen Leben bezahlt. Nur dieser Preis war aussreichend, dass der Vater im Himmel es als stellvertretend für uns annehmen konnte. Weil Gott heilig ist kann er Sünde nicht einfach tolerieren, er muss sie bestrafen. Damit wird sie allerdings nicht ungeschehen gemacht. Durch den Glauben an Jesus und was er getan hat gibt es erstmals die Möglichkeit von aller Sünde durch das vergossene Blut Jesu absolut weiss gewaschen zu werden.

Wer dieses Opfer ablehnt, muss theoretisch ein anderes suchen, das Gott wohlgefällt. Doch Jesus sagt: Ich bin der Weg die Wahrheit und das leben, niemand kommt zum Vatter denn durch mich (Joh. 14,6)

Die Erlösng ist also für alle da, aber viele wissen es nicht, weil Gott will, dass wire s ihnen mit unserem Leben sagen, so wie Jesus auch vom Himmel zu uns gekommen ist. Jesus ist für alle Menschen gestorben. Der Himmel, der seit Adams Sünde verschlossen war, ist durch das Kreuz wieder geöffnet worden. Jeder kann in den Himmel kommen, wenn er Jesus glaubt und ihm nachfolgt.

• Woran erinnert uns jeder Freitag ?


Jeder Freitag erinnert uns an den bitteren Kreuzestod Jesu und ruft uns auf zu einem Opfer. Der Verzicht auf Fleisch- und Wurstspeisen ist zwar nicht zwingend (es kann auch ein anderes Opfer sein), aber entsprechend der Tradition der Kirche sehr sinnvoll und empfehlenswert.



• Wie können wir das Leiden Jesu zu unserem Herzen sprechen lassen ?


Wir können das Leiden Jesu andächtig betrachten, indem wir ein Kreuz in unseren Wohnungen aufhängen um uns bei seinem Anblick and die Erlösungstat unseres Herrn zu erinnern. Wir verehren es nicht in dem Sinne, dass wir es küssen oder Weihrauch davor verbrennen, oder einen Rosenkranz, einen Mariengebet beten, in das wir einige Gedanken über den Kreuzesweg einflechten. Aber wir betrachten es al seine wertvolle Hilfe das Zentrum des Glaubens nicht zu vergessen.

• Gibt es Leiden, die uns etwas von den Leiden Jesu am Kreuz nachempfinden lassen und uns helfen?

Ja, das gibt es . Das gibt es oft mehr als man denkt. Aber nicht jedes Leiden ist ein solches “Kreuz” . Es ist jedoch etwas, das Gott uns aus Liebe gibt, um uns ihm näher zu ziehen und einen bestimmten Plan in dieser Welt zu realisieren.

Christen wissen, Leid ist nicht das Letzte, aber Leid ist Teil einer sündigen Welt, die Gott zwar von einem Tag auf den andern vernichten könnte, aber von der er will, dass sie durch seine Liebe verändert wird.
Wir können etwas an den Leiden Jesu um diese Welt Anteil nehmen, indem wir uns auch für andere aufopfern. Dadurch verbinden wir unser “Leiden” mit seinen Leiden, d.h. wir lernen dadurch in der Nachfolge Christi unseren Auftrag mit mehr Hingabe anzunehmen, zu tragen und in Liebe zu Jesus zu wachsen.


„Leiden sind des Königs Zimmer“
- ein christliches Gedicht zum Thema Leid -


Leiden sind die dunklen Fluten, die das Erdenland durchziehn,
Leiden sind die Liebesruten, will der Herr Sein Kind erziehn,
Leiden sind die Diamanten in des großen Schöpfers Hand,
wenn Er schleift die scharfen Kanten Seiner Kinder Land um Land.

Leiden kommen schwarz gekleidet, Tränen zeichnen ihren Pfad,
doch in ihrer Mitte schreitet Gottes Herold voller Gnad’.
Leiden kommen ungerufen, fragen nicht nach reich und arm,
klopfen an der Throne Stufen, an der Hütte voller Harm.

Leiden sind gleich einem Hammer, der das harte Holz zerschlägt,
dass man seufzt in tiefem Jammer, Reue um die Sünde trägt.
Bis im Frühlingsstrom der Gnade auch das letzte Eis zerspringt,
und ein sel’ges Jubilieren zu dem Thron des Höchsten dringt.

Leiden sind die heißen Tiegel, die der Herr zum Läutern schickt.
Wo Sein unverkennbar Siegel Er uns auf die Stirne drückt.
Leiden sind die dunklen Schächte, draus der Segen Gottes fließt,
wie durch die Gewitternächte Er das dürre Land begießt.

Leiden sind des Königs Zimmer, wo Er Audienz gewährt,
wo vom Erdenstaub und Flimmer Er uns gänzlich ausgeleert,
wo der Hochmut wird zerrieben, Stolz und Eitelkeit vergeht,
wo man lernt, den Nächsten lieben, Hass und Neid wie Rauch verweht.

Leiden sind das Treibhaus Gottes, ew’ge Blumen dort gedeihn,
die uns einst dort droben schmücken, herrlich in der Engel Reih’n,
die mit Tränen sind begossen hier in diesem Erdental,
die so reichlich sind geflossen, heiß und bitter ohne Zahl.

Menschen, die mit Jesu gehen, nehmen Leid aus Gottes Hand,
tragens still und ungesehen, schauen nach dem Vaterland.
Kurz sind dieser Tage Leiden, wenn wir auf die Krone sehn,
überschwenglich sind die Freuden, wenn wir bald vor Ihm dann stehn.

Selig, wenn in Leidenstagen eine starke Hand uns hält,
wenn man Hilfe hat zum Tragen aus der ob’ren Gotteswelt.
Dann wird uns zum Segen werden auch das größte, tiefste Leid;
dann sind Tränen dieser Erden Sterne in der Herrlichkeit.

Drum gesegnet, Leidensstunden, fester fass ich Seine Hand;
fester hat mich Ihm verbunden Seiner Liebe heilig Band.
Besser sah ich durch die Leiden alle Nichtigkeit der Welt,
wahres Glück und wahre Freuden stammen nur vom Himmelszelt.

Herz, mein Herz, drum lass das Zagen, hier ist nur die Durchgangszeit,nach den trüben, dunklen Tagen folgt die sel’ge Ewigkeit.Dann wird ganz verkläret werden das verweinte Angesicht,
alles Dunkel dieser Erden wird uns droben Heil und Licht.
AMEN

05


Wie heißt der fünfte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses?

Hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten

• Was ist der Kern des fünften Glaubenssatzes?

Wie seine Geburt etwas Einzigartiges ist, so auch sein Tod. Jesus Christus hat die Seelen der Gerechten aus dem Scheol, dem Totenreich, befreit. In der Johannes-Offenbarung sagt Jesus: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Totenreichs“ (1,18). Jesus kam vom Himmel auf die Erde, musste ins Totenreich, nahm dem Tod den Schlüssel ab und kehrte in den Himmel zurück. Daß er dem Tod den Schlüssel abgenommen hat, bedeutet: Er befreit vom Tod, er ist „der Erste von denen, die in Hoffnung und im wissen auf die kommende Rettung entschlafen sind“ (1 Korinther 15,20). Jesus ist an Ostern glorreich aus dem Grabe auferstanden, wie er es vorausgesagt hat. Er ist der Sieger über Tod und Sünde, und das Kreuz wurde zum Zeichen des Sieges für alle Erlösten.
• Wohin ist nach dem Tode Jesu seine Seele gegangen?
Nach dem Tode Jesu ist seine Seele in das “Reich des Todes", ein Ort wo sich alle Entschlafenen zum Ruhen von ihren Werken einfinden (1.Thess. 4,13-18), gegangen, Das ist ein Ort be dem es zwei Gruppen Leute gibt. ZUm einen sind dort welche, die berechtigte Hoffnung haben, weil sie an Jesus glauben haben und solche die Jesus abgelehnt und deshalb keine Hoffnung haben (1. Thess.4,13). Es ist kein Ort, bei dem man sich nachträglich noch für Jesus entscheiden könnte. “Es ist dem Menschen einmal gesetzt zu sterben, danach das Gericht (Hb. 9, 27). Das “Reich des Todes” ist nicht etwa der Ort der Verdammten und auch nicht das was Katholiken mit dem unbiblischen “Fegefeuer” meinen. Hier ist jener Ort, wo die Seelen der verstorbenen Gerechten des Alten Bundes auf die Erlösung warteten. Sie konnten nicht zur Anschauung Gottes gelangen, bis der Himmel geöffnet war. Durch das Erlösungs-werk Jesu am Kreuz wurden das jedoch möglich (Lukas 16,19-31).
• Was hat Jesus am dritten Tage getan?
Am dritten Tage ist Jesus glorreich von den Toten auferstanden. Der Leib wurde mit der Seele wieder vereinigt. So wurde er wieder lebendig. Jesus stand aus dem verschlossene Grabe auf. Ein Engel wälzte nachher den Stein weg zum Zeichen: Das Grab ist leer, der Herr ist auferstanden.
• Was heißt "glorreich"?
Glorreich heißt "verklärt". Der Leib des Auferstandenen war strahlend wie die Sonne, fein und alles durchdringend, schnell wie der Gedanke, unfähig zu leiden und zu sterben. An diesem Leib behielt Jesus seine Wundmale bei. Sie sollen zeigen: Es ist der gleiche Leib, der am Kreuze hing und im Grabe lag.
• Wer bezeugt uns, dass Jesus von den Toten auferstanden ist?
Dass Jesus von den Toten auferstanden ist, bezeugen uns erstens seine Apostel und die Jünger und zweitens seine Feinde. Augen- und Ohrenzeugen gelten immer als die besten Zeugen. Solche waren die Apostel. Sie haben den Auferstandenen oft gesehen, gehört, ihn berührt, mit ihm gegessen. Die Apostel und viele Jünger sind auch Blutzeugen. Sie verkündeten überall die Auferstehung Christi und gaben dafür ihr Leben hin. Darüberhinaus ist diese Geschichte auch in Latein in römischen Dokumenten aus jener Zeit aufgeschrieben worden. –
• Was zeigt uns Jesus Christus durch seine Auferstehung?
Jesus Christus zeigt uns durch seine Auferstehung erstens, dass er wahrhaft Gott ist und zweitens dass die an ihn glauben auch einst von den Toten auferstehen werden. Jesus ist aus eigener Kraft auferstanden, wie er aus eigener Kraft Tote erweckt hat. Jesus ist das Haupt, wir sind die Glieder. Ist das Haupt auferstanden, so werden auch die Glieder auferstehen. "Wenn aber verkündigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht ?" (1 Kor 15,12)
• Wie lange blieb Jesus nach der Auferstehung noch auf Erden?
Nach der Auferstehung blieb Jesus noch vierzig Tage auf Erden. In dieser Zeit ist er oft den Aposteln und Jüngern erschienen. Der Apostel Paulus berichtet, dass er in dieser Zeit mehr als 500 Menschen erschienen ist. Er belehrte sie über seine Gemeinde, erklärte den Sinn der Auferstehung und die Notwendigkeit in Versöhnung zu leben, und regelte die geistlichen und organisatorischen Fragen der Vorbereitungen für die zukünftige Missionsarbeit unter den Stämmen Israels (Matthäus 10, 5.6).
• Wann feiern wir die Auferstehung Jesu Christi?
Wir feiern die Auferstehung Jesu Christi am Ostersonntag, das Osterfest ist das größte aller Feste. Jeder Sonntag ist ein kleines Osterfest. Der Sonntag, der Auferstehungstag des Herrn, ist der erste Tag der Woche, für bewusste Christen ist der Sonntag ist also nicht Teil vom Wochenende, sondern Wochenanfang. Jesus Christus hat seinen Aposteln aufgetragen, bei den sonntäglichen Gemeindetreffen in Erinnerung an ihn das Abendmahl zu feiern und so die gegenseitige Gemeinschaft zu stärken. Das Abendmahl wurde während den danach einsetzenden 7 grossen Verfolgungswellen (bis 313 nach Christus), weltweit zum ausgeprägtesten Merkmal der christlichen Zusammenkünfte. Christliche Gemeinden und Kirchen werden das Abendmahl in seinen verschiedenen Formen praktizieren bis zum Tag von Jesus’ Wiederkunft, wenn allen Volkern das Evangelium von ihm zum Zeugnis gepredigt ist (Mt 24,14) und er sein Reich aufrichten wird.
Bild: Die 10 “verlorenen Stämme Israels” (Haus Israel) nach 618 v. Chr.

06

• Wie heißt der sechste Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?
"Aufgefahren in den Himmel
Er sitzt zur Rechten Gottes
des allmächtigen Vaters",


Was ist der Kern des sechsten Glaubenssatzes ?
Im sechsten Glaubenssatz bekennen wir unseren Glauben an die Himmelfahrt Jesu und die Verherrlichung unseres Heilandes zur Rechten des Vaters. Der Vater hat seinem Sohn bei seiner Rückkehr Herrlichkeit und Ehre bereitet, Recht und Gerechtigkeit haben gesiegt. Aber Jesus hat bei seiner Rückkehr in die Ewigkeit nicht nur das im Ziel gehabt, sondern betete schon in der Nacht vor seinem Tod "Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war." (Joh 17,5).
Es geht also auch um die Verherrlichung Jesu nach den göttlichen Massstäben. D.h. Gottes Herrlichkeit wird dann noch grösser, wenn seine Geschöpfe nach seinem ursprünglichen Plan vor Erschaffung der Erde mit Teil davon werden. Jesus betet in jenem Gebet für die Jünger. Sie gehören mit zu seiner „Herrlichkeit“ von der er mit dem Vater und dem Geist vor Erschaffung der Welt geträumt haben (Ge. 1,26).

• Was hat Jesus vierzig Tage nach seiner Auferstehung getan ?
Vierzig Tage nach seiner Auferstehung gab Jesus seinen Jüngern ein besonderes Vermächtnis. Wir lesen:
Die aber, so zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: „HERR, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? 7Er aber sprach zu ihnen: Es gebührt euch nicht, zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat; 8sondern ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. 9Und da er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehends, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.“
Jesus ist aus eigener Kraft mit Leib und Seele in den Himmel aufgefahren. "Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben" (Lk 24,51).

• Wozu ist Jesus in den Himmel aufgefahren ?
Jesus ist in den Himmel aufgefahren erstens um auch als Mensch verherrlicht zu werden, zweitens um uns eine Wohnung zu bereiten und drittens um im Himmel unser Fürsprecher und Richter zu sein.

Was hat Jesus im Himmel zu tun?
Jesus ist in den Himmel eingegangen, um dort „vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen.“ Den Hohenpriester in Jerusalem rührte die Not des verzweifelten Judas überhaupt nicht, er entließ ihn mit den Worten: „Was geht das uns an? Sieh du zu“ (Matth.27,3.4). Was für ein Elend wäre es, wenn unser Hoherpriester, Jesus Christus, uns so begegnen würde. - Doch Jesus ist ganz anders! Sein Platz auf dem Thron hindert ihn nicht, sich zu uns zu neigen, mit uns zu fühlen und uns zu helfen. Sein Ohr ist offen für unsere Anliegen. Er lebte als Mensch auf unserer Erde und kennt den Kampf, die Schwierigkeiten und Leiden als Mensch.
Er ist als der Menschensohn im Himmel. „Worin er selbst gelitten hat und versucht worden ist, kann er denen helfen, die versucht werden.“ (Lies Luk.22,69; Apg.7,56; Hebr.2,17.18.) Sein Verstehen gleicht nicht einem bedauernden oder gar abschwächenden Mitgefühl nach dem Motto: Nimm es nicht so schwer, es wird schon wieder werden. Es ist doch alles halb so schlimm. Sein Verstehen ist ein aktives Teilhaben, ein Betroffensein. (Lies Ps.40,18; 102,20.21.)
Seine Treue beweist sich in der Fürbitte vor Gott für die Seinen. Er weiß, was uns im Innersten bewegt, was uns umtreibt und nicht zur Ruhe kommen lässt und wo wir in Gefahr stehen, der Versuchung zu erliegen. Seinem Jünger Petrus sagte er: „Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre“ (Luk.22,31.32; Hebr.3,1.2a).
Vor allem haben wir in Jesus einen Hohenpriester, der uns durch sein Opfer den Zugang in die unmittelbare Gegenwart Gottes ermöglicht hat. „Weil wir nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum, ... so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen, in vollkommenem Glauben.“
Den geöffneten Weg sollten wir freimütig beschreiten, weil die Einladung „Komm!“ allezeit gilt. (Lies Hebr.10,19-22.)

• Was heißt "um auch „als Mensch“ verherrlicht zu werden" ?

Wenn wir beten "er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters", dann heißt das: Jesus nimmt auch als Mensch teil an der göttlichen Macht und Herrlichkeit. Bis jetzt hatte er diese Verherrlichung als Mensch noch nicht. Er war erniedrigt durch Mühsal und Leiden, Anfeindung und Verhöhnung.
• Was heißt "um uns eine Wohnung zu bereiten" ?
In seiner Abschiedsrede tröstete Jesus die betrübten Apostel mit den Worten: "Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten ?" (Joh 14,2) Die himmlischen Wohnungen sind unvorstellbar schöner als die schönsten Wohnungen, die wir uns auf dieser Erde einrichten können. "Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben." (1 Kor 2,9)
• Was heißt um "im Himmel unser Fürsprecher und Richter“ zu sein" ?
Im ersten Johannesbrief heißt es: "Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten. (1 Joh 2,1) Weil Jesus die Menschen von den Sünden erlöst hat, wird er auch über ihre Sünden richten. "Der Vater richtet niemand, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen." (Joh 5,22) "Das Gericht ist erbarmungslos gegen den, der kein Erbarmen gezeigt hat. Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht." (Jak 2,13)
• Wozu mahnt uns die Himmelfahrt Jesu Christi ?
Die Himmelfahrt Jesu Christi mahnt uns, unsere Herzen zum Himmel zu erheben. Der Himmel ist unser eigentliches Lebensziel, wir dürfen den Blick darauf nicht verlieren. Kein Mühe, kein Kampf, kein Opfer ist dazu zu schwer. Jesus hat uns durch das Kreuz für die Nachfolge von der Sklaverei des Sündigen-Müssens erlöst und deshalb dürfen wir das Kreuz nicht scheuen, es will uns nämlich zum ewigen Heil führen. "Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt." (Kol 3,1).

07
• Wie heißt der siebente Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?
"Von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten. „
• Worin besteht der Kern dieser Glaubenswahrheit ?
Jesus Christus wird wiederkommen. Er wird nach Ablauf der „Zeit der Nationen“ (Lk 13, 10; Rö 11,25) zum Aufrichten des vorausprophezeiten 1000 jährigen Friedensreiches kommen (Off. 20, 1-6). Die katholische und einige evangelische Kirchen verstehen die 1000 Jahre bildhaft und denken seit dem Kirchenvater Augustin, der diese Theoire einführte, dass sich diese tausend Jahre auf die jetzige Zeit der Gemeinde (Kirche) bezieht. Für diese Art der Auslegung gibt es jedoch weder von der literarischen Form (kein prosaischer oder Gleichnistext) noch vom Inhalt her eine Veranlassung. Er setzt das Wissen um die messianischen Prophetien aus dem Alten Testament voraus und bringt sie in den eschatologischen Zuammenhang, d.h. zeigt wo ihre Erfüllung beim Ablauf der „letzten Dinge“ zu erwarten sind.
Während des Friedensreiches wird der Teufel gebunden sein (Off.20,2), aber noch nicht bei seiner Endstation im Feuerpfuhl, sein (Off. 21,8). Nach dieser Zeit, wird er wieder losgelassen werden und versuchen einen letzten Aufstand zu starten. Diesen Endkampf wird er trotz anfänglichem Erfolg, bei dem viele seinen Verführungen erliegen werden, in einer Endschlacht bei Harmaggedon verlieren. Jetzt kommt es zur Auferstehung aller Toten und zum Endgericht, bei dem Jesus als Weltenrichter das Endurteil sprechen wird. "Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat" (2 Kor 5,10).
• Wann wird Jesus wieder sichtbar auf die Erde kommen ?
Den genauen Termin weiss nur der Vater im Himmel (Apg. 1,6-8). Sein nächstes Kommen wird aber im Zusammenhang mit dem „messianischen Reich“ sein, zu deren Errichtung er kommen wird, wenn das Evangelium allen Völkern zum Zeugnis gepredigt ist (Mt 24,14). Im Moment muss das noch in ein paar tausend Sprachen geschehen, doch geht diese Arbeit mithilfe von Computerchnologie heute schneller voran denn je zuvor. Durch gute Arbeit können die Jünger Jesu dazu beitragen, dass dieser Zeitpunkt schnell näher rückt. – Vor seinem Kommen sind für die Gemeinde Jesu jedoch harte Zeiten voausgesagt. Der Teufel und seine Engel wissen um sein Kommen und zittern davor. – Die Liebe zu Jesus wird bei denen die nicht auf ihre Beziehung zu ihm achten erkalten. Als die Apostel am Tage der Himmelfahrt ihren Heiland und Meister zum Himmel auffahren sahen, wurden sie von zwei Engeln getröstet mit dem Versprechen: "Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen. (Apg 1,11) Das heißt, er kommt genauso überraschend, wunderbar und unglaublich zurück. Für die Gemeinde Jesu gibt es laut 2. Thess. 4, 16ff die Voraussage einer Entrückung zu Jesus hin. Das ist dann wohl in diesem Zeitraum. Christen werden aus der jenseitigen Welt in einer bestimmten Form mitregieren, d.h. sie müssen nicht bis zur Auferstehung zum Endgericht warten.
• Wozu wird Jesus wiederkommen ?
Jesus wird wiederkommen, um seine Braut, die Gemeinde aus den Nationen zu sich zu holen, das messianische Reich aufzurichten, das Zeitalter der Nationen abzuschliessen, das Zeitalter Israels mit der Durchsetzung von Gottes Recht auf Erden als König zu gestalten und den Teufel für 1000 Jahre binden. Danach werden manche Jesus erst bei ihrer Auferstehung von Toten zum Gericht sehen. Diese Auferstehung wird nach der messianischen Zeit stattfinden und den Abschluss mit dieser Erde bilden. Jesus wird die Menschen zu richten, die Lebenden und die Toten, die Guten und die Bösen. Im Anschluss wird Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde bilden in der Friede und Gerechtigkeit wohnt (Off. 21, 1). Diese Erde wird mit Feuer zerschmelzen (2.Petrus 3,13), eines neues Zeitalter, in dem der Tod nicht mehr ist, wird anbrechen. Jesus wird kommen um Gottes Plan zu vollenden.
• Wie wird Jesus wiederkommen ?
Jesus wird wiederkommen mit großer Macht und Herrlichkeit. Er wird kommen auf den Wolken des Himmels, mit strahlenden Wundmalen, umgeben von seinen Engeln, als majestätischer König.
• Wie heißt das letzte Gericht ?

Dieses Gericht heißt das Jüngste Gericht, das allgemeine Gericht oder das Weltgericht. Jüngstes Gericht heißt es, weil es am jüngsten, d.h. am letzten Tag stattfinden wird. Weil an diesem Tag der Richter in heiligem Zorn die Bösen verurteilt, heißt er "Tag des Zornes, dies irae". Allgemeines und Welt-Gericht wird es genannt, weil alle Menschen zusammen gerichtet werden, die ganze Welt.
• Wann wird das Ende der Welt sein ?
Wann das Ende der Welt sein wird, wissen wir nicht. "Jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. ... Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt." (Mt 24,36.42)
• Warum wird das allgemeine Gericht gehalten ?

Das allgemeine Gericht wird gehalten, damit Jesus vor aller Welt verherrlicht wird und damit vor aller Welt die Guten ihren Lohn und die Bösen ihre Strafe erhalten. An diesem Tag werden alle Menschen im Lichte ihrer Beziehung zu Jesus oder ihrer Abwesenheit, erkennen wo sie stehen. Alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde werden dann ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund wird bekennen: "Jesus Christus ist der Herr" - zur Ehre Gottes, des Vaters." (Phil 2,10-11)
• Was wird der Richter zu den Guten und zu den Bösen sagen ?
Zu den Guten wird der Richter sagen: "Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist." (Mt 25, 34) Zu den Bösen aber wird der Richter sagen: "Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist !" (Mt 25, 41)
• Was wird nach dem Weltgericht geschehen ?
Im Hebräebrief lesen wir (9,27): Es ist dem Menschen gesetzt einmal zu leben, danach das Gericht“. Es wird also keine zweite Chance mehr geben, für diejenigen, die Jesus abgelehnt haben. Nach dem gerechten Weltgericht werden diejenigen, die sich schon auf Erden aufgrund ihrer Erkenntnis über Gott und seinen Willen (Röm1) entsprechend ihrer Einstellung und ihrem Lebenswandel (Lukas 16,30.31) entweder bei Gott oder in der Gottesferne (Verdammnis, Hölle) sein. Jesus spricht: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh 14,6).
Andererseits wird die Entscheidung, Jesus abzulehnen auch Gottesferne ohne zeitliches Ende bedeuten. Man kann auch sagen die in diesem Sinne unter Gottes Grimm stehenden Menschen (die Bösen) werden in die Hölle geworfen, die Guten in den Himmel aufgenommen, jeweils mit einem ihrem Platz entsprechenden anderen Leib. – Ausserhalb des Christentums lehnen alle Weltreligionen Jesus als Gottessohn ab, einschliesslich Islam, Judaismus, Buddhismus und die chinesischen Religionen. Sie lehnen Jesus mit seinem Anspruch, der Sohn Gottes zu sein deshalb ab, weil dann ihre Religion überflüssig wäre. Sie finden die christliche Ethik sehr hochstehend, weigern sich aber Christus zu ehren. Diese unglaublich arrogante Haltung verbaut ihnen den Zugang zur ewigen Herrlichkeit und Gemeinschaft mit Gott.
Andere Religionen haben manchmal auch die Vorstellung von einem „Weltgericht“ (Islam, Animismus), doch ist dabei gar nichts klar. Diese abwesende Klarheit wird dann prompt zum Anlass in einer Religion aus „Sicherheitsgründen“ gewisse Riten zu vollziehen, die die Chancen für ein besseres Urteil z.B. bei den „Ahnen im Jenseits“ verbessern helfen sollen.
Die Bibel räumt mit aller Unklarheit auf und lässt uns klipp und klar wissen was kommt, jedoch ohne uns die genauen Jahreszahlen zu nennen, gemäss der Weisheit: „Der Gerechte aber wird seines Glauben leben“ (Habakuk 2,4).

Bibelverse über die „Wiederkunft Jesu Christi“
Bibeltreue Theologie (im Unterschied zu Vertretern einer "liberalen Theologie ") geht von der wirklichen, sichtbaren Wiederkunft Jesu Christi in Macht und Herrlichkeit aus.
Gemäss dem Prophet Daniel kommt Jesus Christus wieder als Menschensohn, das heisst als Weltenrichter:
"Und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn" (Dan 7,13).
"Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel" (Mt 24,30).
Der "Menschensohn" ist der Sohn Gottes, der als der Richter auf den Wolken des Himmels erscheint.
Im Gegensatz zu der Lehre verschiedener Sekten und Schulen wird Jesus Christus sichtbar wiederkommen:
"Und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben". (Sach 12,10). Oder noch deutlicher:
"Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels" (Mt 26,64).
"Es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde" (Offb 1,7).
Es wird ausdrücklich das Sehen, das optische Wahrnehmen betont, genauso wie bei der Auferstehung.
Jesus wird "auf den Wolken des Himmels" kommen (Mt 24,30). Dies wird von manchen symbolisch gedeutet, aber wir bemerken, wenn wir einmal die Himmelfahrt betrachten: Jesus wurde zusehends aufgehoben und dann von einer Wolke hinweggenommen (Apg 1,9). Ich denke, dass die Hinwegnahme in eine andere Dimension erfolgt ist. Aber sicherlich wird Jesus, wenn er sichtbar hier wiederkommt, auch inmitten dieser sichtbaren Schöpfung erscheinen - und dann natürlich von nirgendwo anders als vom Himmel her, von oben.
Jesus wird plötzlich wiederkommen (vgl. Mt 24,27).
"Denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr -, dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen" (1. Thess 5,2 f.). Dies ist eine ganz deutliche Warnung an eine Menschheit, die denkt, selber ihr Friedensreich aufrichten zu können (Neue Weltordnung). Gerade weil dies ("kommen wie ein Dieb") so negativ besetzt ist, verwendet Jesus dieses Bild für sich selber, um sein überraschendes Erscheinen noch drastischer darzustellen. Dies kommt an folgender Stelle zum Ausdruck:
"Wenn sie also zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste!, so geht nicht hinaus; siehe er ist drinnen im Haus!, so glaubt es nicht. Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohnes sein" (Mt 24,26 f.).
Jesus Christus kommt in Macht und Herrlichkeit wieder. Beim ersten Mal kam er in Niedrigkeit; beim zweiten Mal kommt er in Herrlichkeit. Beim ersten Mal kam er, um die Schuldfrage zu lösen; beim zweiten Mal kommt er, um die Machtfrage zu lösen. Er wird herrschen über alle seine Feinde. Sie werden sich alle zu seinen Füssen legen müssen (1. Kor 15; Phil 2). Dann werden ihn auch alle Menschen sehen dürfen oder müssen, je nachdem auf welcher Seite sie gestanden haben.
Und Jesus kommt nicht allein wieder, sondern mit all seinen Engeln, die ihm die Treue gehalten haben, die nicht zu Dämonen geworden sind:
"Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern" (Mt 24,31).
Der Wiederkunft Jesu Christi gehen bestimmte Zeichen (vgl. Mt 24 parr.) voraus, die wir beachten sollten, um für die Begegnung mit ihm bereit zu sein (Zeichen der Zeit).

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…
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Konten:

Deutschland: Volksbank Kraichgau, Nr. 269 204 (BLZ 672 922 00), DMG, „für Haudenschild“
Schweiz: Schweizerische Missions-Gemeinschaft, CH-Küsnacht, PC 80-42881-3, DMG, „für Haudenschild“
Österreich: RLB OÖ (Inhaber DMG) Kto.-Nr. 2675700, Verwendungszweck: DMG, „für Haudenschild“
Grossbrittanien: Barclays Bank London Code 20-94-67, A/C 60829838 DMG, for “family Haudenschild”

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