Unser Dienst

Diese vom früheren Missionsdienst in Taiwan modifizierte dreisprachige Ressource-Blogseite der inter-kulturellen theologischen Mitarbeiter Alain & Rita Haudenschild umfasst eine Fülle an Informationen aus der Mitarbeit mit SEND International in Ost Asien in der chinesischen Welt, dem globalen interkulturellen Dienst mit der AEM CH sowie der SMG, mit Blick auf mit dem Evangelium unerreichte Menschen, Gruppen, Migranten und Völker, hauptsächlich in oder aus Asien. Strategisch interessant sind die Informationen zur: Arbeitsvision "119" für Taiwan,der Bau von Immigrantengemeinden Taiwan AND BEYOND, TE&B (früher TECC) und das zweisprachigen Gebetsblog für Unerreichte Asiens (im Rahmen eines Forschungsauftrags von SEND erstellt)

08 April 2011

Hsinchu: 16 Studenten lassen sich für Immigrantenmission in Taiwan schulen

16 Schüler zum TECC Immigrantenmissionskurs

Es war schon etwas besonderes, dieser Tag. Vor uns Lehrern (Pastoren) saßen lernbegierige Gemeindemitarbeiter, die zum Teil einen längeren Anreiseweg hinter sich hatten. Es war ihnen nicht zu viel gewesen.
Als TECC (Taiwan Expatriate Caring Committee) versuchten wir in der Vergangenheit den Inhalt solcher Schulungen in einer gut vorbereiteten Jahreskonferenz unter zu bringen. Leider war es bisher nie gelungen alles in Form eines Kurses an einem Seminar anzubieten.  Dr. Lu ein stellvertretender Direktor eines Seminars und einer unserer TECC Mitarbeiter will das ändern. – Er will diese Kurse baldmöglichst auch für vollzeitliche Theologiestudenten ins Curriculum aufnehmen. Durch seine Mithilfe öffnen sich Türen. Sein Seminar hat 150 eingeschriebene Schüler im sog. "Laien Mitarbeiter" Schulungsprogramm. Für sie ist ein solcher Kurs ideal, denn er passt zu ihrem Alltag.
Taiwan - das einzige was sie verbindet?
Sie sind täglich zusammen mit Ausländern aus den Ländern Thailand, Vietnam, Indonesien und den Philippinen und wissen nicht wie sie ihnen von Jesus erzählen sollen.
Das hat sich für 16 von ihnen, die zu diesem Kurs kommen konnten geändert! Es kamen welche, die richtig begeistert waren zu hören, wie man südasiatischen Immigranten auch ohne ihre Muttersprache zu kennen verhältnismäßig viel vom Evangelium über Jesus  vermitteln kann.  
Manchen blieb der Mund offen, als Evangelist Chang von ehemaligen Muslimen erzählte, die hier in Taiwan zum Glauben fanden und heute begeisterte Jesus Nachfolger geworden sind. 
Dr. Ron Adhikari konnte aufgrund seiner Nachforschungen anhand von geschichtlichen Fakten aufzeigen, wo die Wurzeln philippinischer Immigrantenmission mit der ihr eigenen Dynamik liegen und heute tausende von Filipinos weltweit in ein "philippinisches Sendebewusstsein"einbindet.
Dr. Immanuel Scharrer, der in Taiwan seit dem Jahr 2000 mit seinen Mitarbeitern bereits 6 Thaigemeinden gegründet hat, verblüffte die Schüler mit erstaunlichen Bekehrungsgeschichten von erzbuddhistischen Thais, die hier in Taiwan durch Gottes vollmächtige Wort merkten, dass sie vor Gott schuldig sind und dringend Sündenvergebung brauchten. Da manche von ihnen bevor sie nach Taiwan kommen einen Bund mit Dämonen eingehen, geht eine solche Entscheidung nicht ohne Kampf ab. – In zwei Fällen hatten Betroffene nach ihrem Entscheid für Jesus böse Träume in denen beide von Dämonen Morddrohungen erhielten. Einer hielt ihnen im Glauben stand und soweit ich hörte wurde er bewahrt, der andere, der sich gleichzeitig mit ihm für Jesus entschieden hatte, wandte sich vom ihm wieder ab. 
Anteil der Vietnamesen an Taiwan's Bräuten 2006
Pastor Nguyuen zeigte in einem Diavortrag die Problematik der Vietnamesen in Taiwan und gleichzeitig welche Möglichkeiten es gibt mit ihnen Gottes Wort zu studieren und sie zu Jesus zu führen. Alain sprach zur Stellung des Ausländers im Alten und Neuen Testament und welche Bedeutung er für die Gemeinde heute in Taiwan hat. 
Betet für die 16 Schüler und ihre weitere Mitarbeit in verschiedenen Gemeinden um Hsinchu, Taichung und Taoyuan. Der stellvertretende Dekan des Seminars war von der Arbeit des TECC sehr angetan. Man will nach diesem „Testlauf“, wie sie es nannten, den gleichen TECC Kurs wiederholen und hofft dabei einen für die Allgemeinheit besseren Tag (Für taiwanesische Verhältnisse war es überhaupt erstaunlich, dass an einem Tag, an dem man aufs Grab geht und trauert so viele Studenten kamen!) zu finden.

07 April 2011

Was tun? Fukushima's Christen, Sendai und die geistliche Not ihrer Landsleute

Die Christen in Fukushima -  ihre Zukunft:
Ein Missionar der vor Ort arbeitet schreibt am 30. März auf seinem Blog (aus dem Englischen übersetzt): Christen, die die Katastrophe überlebt haben, beginnen langsam zu verstehen, dass sie wohl nie wieder zurück "nach Zuhause" gehen können. Sie haben nicht nur alles verloren, sondern müssen sich damit abfinden ihr Leben woanders in neu zu errichtenden Städten von ganz vorne noch einmal zu beginnen in sicherer Entfernung von den Dai-chi Atomkraftwerken mit ihrer tödlichen Strahlung. Ein Beispiel ist die Baptistengemeinde von Fukushima. Der Prozentsatz protestantischer Christen liegt in Japan landesweit zwischen 0,4-5%, doch berichteten Mitarbeiter vor Ort in den ländlichen Gebieten liege der Durchschnitt protestantischer Christen nur bei 0,2-4%. 
Die Stadt Sendai und die Christen (Beitrag zur christlichen Missionsgeschichte im Katastrophengebiet)
Sendai hat als Hauptstadt Nordostjapans bei einer Bevölkerung von gut einer Million immerhin 80 Gemeinden. Mit seinen zahlreichen religiösen Stätten ist sie für Menschen aus dem ganzen Norden der Insel Honshu attraktiv. Wichtige japanische Firmen haben dort ihre Hauptniederlassung.
Die Universität wurde einst von Christen gegründet (Oshikawa Masayoshi (押川方義, 1852-1928), einer von den ersten japanischen Christen, und William E. Hoy (1858-1927), einem Missionar der amerikanischen Reformierten Kirche. Nach dem Krieg (1949) entwickelte sie sich zur Tōhoku-Gakuin-Universität, bereits 1962 gründete sie die Fakultät für Ingenieurswissenschaften im neuen Tagajō-Campus und avancierte 1989 zur Fakultät für Liberal Arts im Izumi-Campus.  Es gibt ausserdem  noch sieben Gymnaisen, 55 Berufsschulen, das theologische Seminar der Baptisten ( in einem seiner Vororte) und ein lutherisches Seminar.
Für die christlichen Dienste ist Sendai wichtig und dient  als strategische Plattform um Menschen im japanischen Nordosten mit der guten Botschaft des Evangeliums von der Liebe und der Versöhnung mit dem Schöpfer durch Jesus Christus bekannt zu machen und Menschen auf ihrer Pilgerschaft bei der Gestaltung ihres Lebens gute Begleiter zu sein. 
Die anglikanische Motoderakoji Kathedrale in Sendai sei stark beschädigt, so der Erzbischof Nathaniel Makoto Uematsu.Die äussere Not ist zwar gross, doch dabei sollte nicht vergessen werden, dass die innere dabei noch grösser ist. 
So steht der tatsächliche Bedarf an mehr Mitarbeitern für christlichen Arbeit vor Ort in keinem Verhältnis zur wirklichen Not. Oder anders ausgedrückt: es fehlt an allen Ecken an Mitarbeitern. Der Mangel an Orientierungshilfe und Anleitung einen Gott wohlgefälliges Leben zu leben ist unbeschreiblich. Trotz hoher technischer Entwicklung weiss der Durchschnittsafrikaner über Jesus und wie man inneren Frieden mit dem Schöpfer findet statistisch besser Bescheid als der Japaner!  - 
Das belegt auch eine kürzlich durchgeführte Umfrage wonach viele Japaner den Shintoismus nicht als Religion betrachten, sondern als Teil der japanischen Kultur und sie deshalb als Shintoist auch gleichzeitig Glaubensinhalte des Buddhismus befürworten können. Es herrscht eine grosse Unklarheit woran man sich im Leben orientieren soll. Obwohl sich z.B. laut der gleichen Umfrage ein Grossteil die überwiegende Mehrheit in der Öffentlichkeit und im privaten Leben genauestens an  shintoistische und buddhistische Riten hält, sehen sich 60% der Befragten als "religionslos" an. [1] Auch wenn das vielleicht mit dem unterschiedlichen Verständnis des japanischen Wortes für "Religion", das beim Fragen natürlich fällt, in Zusammenhang bringen könnte, wie einige vermuten, zeigt der Zusammenhang der gestellten Fragen überdeutlich eine tiefe Unsicherheit in wichtigsten Lebensfragen. Was die Bibel den "Frieden mit Gott" nennt, ist nicht nur weitgehend unbekannt, sondern es gibt dafür gemäss der Schrift  auch in den japanischen Religionen keine "japanische", (religiöse) "Alternative", denn die grundsätzlich der ganzen Menschheit zugängliche Gnade in Jesus Christus wird auch durch nichts das aus Japan kommt übertroffen (Johannes 14,6; Kol 1,16; 2,9).
Unsere SEND Missionare in Japan schreiben, allgemein herrsche die Auffassung vor, “gut” oder “schlecht” “richtig” oder “falsch” werde hautpsächlich durch die Umstände bestimmt und nicht von einer dem Menschen offenbarten Wahrheit und Moral (einem sog "höheren" Wesen, wie die vergleichende Religionswissenschaft den biblischen Schöpfergott nennt).

Die Vermischung und der Austausch von religiösen Werten über die Religionsgruppen hinaus wie ihn unserer Mitarbeiter in Japan beobachten, können wir inhaltlich von unserer Erfahrung mit der weitverbreiteten Minnan- und der Hakka Volksreligion in Taiwan gut nachvollziehen, allerdings mit einem Unterschied: der Taiwanese ist bei allem "stolz" auf seine Religion, für ihn muss sie keine "Klarheit" bringen, nur "nützen". 

Der Ahnenkult, der in Taiwan vor allem über den Konfuzianismus (nicht vom "Animimus", wie manche immer wieder schreiben!) Verbreitung fand, scheint in Japan immer wieder "die Rettung in der Not" zu sein. Kommt der Japaner in Not, betet er einfach zu seinen verstorbenen Ahnen. Saul zahlte einst mit dem Verlust seines eigenen und dem Leben seiner Familie teuer für diese schwere Sünde mit dem verstorbenen Propheten Samuel über eine Totenbeschwörerin Kontakt aufzunehmen  (2.Sam. 28). Wegen der geduldeten Gewohnheit mit verstorbenen Heiligen Kontakt aufzunehmen sehen die Japaner bei der Mehrheit der römisch katholischen Christen Japans diesbezüglich leider keine eigentliche Alternative zu dem was sie auch schon kennen. Das heisst die Schar derer, die potentiell ein Leben in der Lehre der Bibel vorlebt ist wirklich nicht gross.

Christen im Katastrophengebiet wissen zwar, dass sie wohl nicht mehr zurück zu ihrem alten Zuhause gehen können, aber sie wissen um ihr ewiges Zuhause und tragen eine lebendige Hoffnung in ihren Herzen. Damit wird nichts besser, aber sicher besser zu bewältigen. Diese Hoffnung ist ihnen ein echter Trost. Was aber ist mit den denen die diesen Trost nicht haben?
SEND International ist auf der Suche nach 20 Christen allein in Japan( 15 in Taiwan) die kurz- oder besser langfristig kommen können, sich von Gott berufen lassen, in dieser geistlichen Not helfen wollen und zu unseren Gemeindegründungsteams dazu stossen möchten. Wer es etwas sicherer von den verstrahlten Gebieten in einem mit ähnlichen Herausforderungen befrachteten Gebiet mag, kann sich über "Vision 119!" erkundigen und in Taiwan melden. 





[1] http://www.send.org/japan/?fullstory

30 März 2011

Was ist ein "M.Div."? (Master of Divinity)

Der sog. M.Div. (Master of Divinity, magister divinitatis in Latein) ist ein Diplom im Bereich der Theologie,das vor allem in Nordamerika als abgschlossene Berufsausbildung für den Pastor oder Pfarrer gilt. Je nach Seminar muss man dafür 72-106 Studienpunkte akademisch arbeiten. Der M.Div. Kurs ist weit gründlicher als das, was in Nordamerika an Bibelschulen früher als Bachelor of Divinity angeboten wurde. In der Regel deckt er die Bereiche alte Sprachen (Griechisch N.T., Hebräisch A.T.) ab, den Bereich der Dogmatik (z.B. die sog. "Institutio" von Johann Calvin in drei Semestern), Kirchen- bzw, Missionsgeschichte, Liturgiegeschichte, Geschichte der christlichen Bildung und behandelt vor allem das Thema LEITUNG und biblische Lehre von Kirchen/Gemeinden (Ekklesiologie) sowie ihre Verwaltung (z.B. Pastoraltheologie, Gemeindebauforschung, -methodologie, Evangelistik). Das Diplom konzentriert sich auf den Studienbereich Entwicklung und Betreuung von Leitern und arbeitet den wesentlichen Auftrag der Gemeinde im Umfeld gründlich auf. Das geschieht meistens in Form einer Diplomarbeit (Thesis). 

Es ist in Nordamerika ein Titel der von vielen Pastoren und Missionaren angestrebt wird, die ihre Gemeinde- oder Missionserfahrungen aufarbeiten und vertiefen wollen, bevor sie noch mehr für die jüngeren Mitarbeiter verantwortlich werden. Er wird dort oft berufsbegleitend oder nach einigen Jahren Berufserfahrung studiert. In Taiwan ist der M.Div. bei den protestanischen Kirchgemeindeverbänden sogar Voraussetzung zur Ordination zum Pfarrer, davor ist man Vikar, deshalb studieren die meisten hier bis zum M.Div wenn sie können, bevor sie in die Gemeindearbeit gehen. 

In Deutschland gibt es diesen Abschluss nur in Korntal über Columbia International University oder die Freie Theologische Akademie in Giessen. - Er ist inhaltlich nicht ganz dem alten deutschen "Magister in Theologie" gleichzusetzen. 



Für Missionare in Taiwan ist dieser akademische Titel deshalb optimal, weil er viele Türen für Dienste öffnet, die ihm sonst verschlossen bleiben. 

25 März 2011

Japanhilfe aus Taiwan: Aktuelle Gebetsanliegen


Info-Updates
(engl.)
Die Unterstützung der Hilfe in Japan aus Taipei ist schnell angelaufen und geht weiter. SEND Japan hilft über die CCRA in Taiwan vergleichbare Untergruppe der Japanischen Missionsvereinigung (JEMA). Die Hilfsgüter für Soforthilfe aus Taiwan (Behelfsunterkünfte, Decken, etc) sind in Japan schon angekommen, doch jetzt sitzen sie beim Zoll wegen hoher Zollforderungen fest. CCRA, durch das die christliche Hilfe aus Taiwan, inklusive die von SEND Taiwan läuft, will mit der Regierung deshalb verhandeln, ob diese Ware nicht zollfrei eingeführt werden dürfte. Die Zölle Japans sind für taiwanesische Verhältnisse sehr hoch. Die Löhne in Japan sind im Vergleich zum nationalen Durchschnitt in Taiwan 3x mal so hoch, entsprechend sind auch die Lebenshaltungskosten (höher als in der Schweiz). Deshalb hat unsere CCRA in Taiwan gleich eine hohe Summe herübergeschickt (2,15 Mia. NT$=43 mio Euro ) , denn das Geld hat dort nur noch einen Drittel dessen wert, das es in Taiwan hätte. - Nun hoffen wir, dass die Gemeinden entsprechend viel bei CCRA (in Alains Arbeitsbüro ) spenden.
Die Zusammenarbeit mit den lokalen christlichen Gemeinden wird in Japan begrüsst, doch für manche Gemeinde ist das eine wirkliche grosse Herausforderung und für die Pastoren verknüpft mit einem Tages- und Nachteinsatz! Dazu kommt, dass eine christliche Gemeinde, wenn sie mehr als 20 Mitglieder hat schon als "grosse Gemeinde" gilt. - Betet für die Mitarbeitr vor Ort, die oft bis an die Grenzen ihrer Kräfte in Sendai und Umgebung arbeiten.
Die Arbeit is mühsam, es ist kalt und anstrengend. Doch hörten wir gerade heute Morgen einen Bericht, wonach aufgrund des Zeugnisses von Christen mehrere Mithelfende ihr Leben mit Gott in Ordnung gebracht haben und Jesus in ihr Leben aufgenommen haben!Von einem 50 Personen Einsatzteam ist bekannt, dass es darunter drei Christen geben soll, die durch ihr positives Zeugnis aufgefallen waren.
Nach Auskunft des japanischen Informationsdienstes CIS (2010) Church Information Service)gibt es in Japan 0.43%Christen, von den Mitgliedern besuchen nur 0.22% regelmässig den Gottesdienst. Es gibt in der Umgebung von Fukushima ausserdem viele alte Leute, die Prozentzahl von Christen in der dortigen Umgebung liege bei "ungefähr 0.2%", heisst es an gleicher Stelle. Unter den durch das Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami Verstorbenen befinden sich laut Auskunft aus der gleichen Quelle 99.8% Nichtchristen. - Es tut uns aufrichtig leid, dass es für diese Leute keine Möglichkeit mehr gab das Evangelium kennen zu lernen. Trotz dieser eher ernüchternden Zahlen helfen sie uns auf die Knie zu gehen und zu dem zu kommen, der allein wirkliche Hilfe bringen kann und auch in dieser schlimmern Situation der beste Arzt und Tröster ist (Ev. nach Lukas 5,31.32; 15,4-7.31-32; 19,10). Betet, dass da Evangelium wenigstens jetzt von den Überlebenden da wo es bezeugt wird, gehört, verstanden und geglaubt werden kann. Spezielle Spenden für Japan können via Deutsche Missionsgemeinschaft an die JEMA bzw. CRASH weitergeleitet werden.

17 März 2011

Aufruf zum Gebet für Japan

"Deutsche Evangelische Allianz, Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen, Allianzmission, Deutsche Missionsgemeinschaft, Liebenzeller Mission, Stiftung Marburger Mission und die ÜMG rufen gemeinsam zur Fürbitte für Japan auf. Die Japan Evangelical Missionary Association (JEMA) hat einen Sendai Earthquake Relief Fund eingerichtet (Info unter http://www.jema.org/joomla15/ oder http://www.crashjapan.com/). Die meisten Missionsgemeinschaften, darunter auch die DMG, nehmen Spenden für die Erdbebenopfer unter dem Stichwort: ‚Erdbeben Japan‘ entgegen." - Mit diesem Beschluss ist der Vorschlag unserer Partnermission und der Partnermission unserer DMG Missionare in Japan Folge geleistet worden. Betet mit, dass es beim praktischen Bereich der JEMA zu einer guten Zusammenarbeit zwischen Regierung und den unterstützenden internationalen Organisationen, Kirchen, Gemeindeverbänden und uns hier in Taiwan kommt.  

15 März 2011

SEND Taiwan & CCRA im Einsatz fuer Japan!


Diese junge Frau umwickelt schaut über die durch den
Tsunami zerstörte Stadt Ishinomaki  im Landkreis Miyagi
(So. 13 Maerz). Die Brennstaebe zweier  A-Kraftwerke sind
so heiss, dass sie zerschmelzen könnten und damit ein
grösseres Desaster in Gang setzen, als die schwerste
Katapstrophe Japans in der Nachkriegszeit mit 400 Mia
Euro  Schaden verursacht haben. 2000 Leichen wurden hier
schon gefunden. (Bild: "China Post"Taipei 2011)
 In Taiwan findet man erst langsam wieder zum normalen Leben zurück. Zu gross ist der Schock, ausgelöst durch das immense Erdbeben. Schliesslich ist es seit dem Puli Erdbeben (damals auf der Richterskala mit 7,6) noch nicht mal 12 Jahre her und ausserdem ist Japan ein sehr wichtiger Handelspartner in der Region. – Als Mission hat die DMG und unsere Partnermission SEND International zusammen 60 Missionare in Japan, die es aber alle vom Tsunami nicht unmittelbar betraf. Zusammenfassend sollen von den sechs Strom erzeugenden Atomkraftwerken im Fukushima Distrikt wenigstens vier, nach dem sie bereits seit dem Erdbeben abgeschalten sind, demontiert werden. Mit dem Meereswasser, das sich beim Verdampfen und Zusammenkommen mit Wasserstoff explosiv vermischt, geht das durch die in Kauf zu nehmenden Gasexplosionen noch offenbar etwas schneller. Bei vier von ihnen gab es bereits wenigstens eine, bei einem weiteren Kraftwerk sogar schon zwei Explosionen, die bis zu 40 km Kilometer weit entfernt noch gehört wurden. Obwohl man laut „Tokyo Electric Power“ um das Risiko wusste, sei im Prinzip keine andere Wahl gewesen, als nach dem Tsunami bedingten Stromausfall so schnell wie möglich Meereswasser zur Kühlung zu nehmen, um das Zusammenschmelzen des unteren Teils des eigentlichen Reaktors und den Austritt von radioaktiver Strahlung an die Aussenwelt zu verhindern, hiess es in einer Stellungnahme von offizieller Seite.  (China Post vom 15 März 2011).


Explosion beim Fukushima Daiichi A-Werk Abt.1 in
Okumamachi, Fukushima Präfektur, Japan,
Samstag 12.Maerz. (AP)
"Anfangs waren wir besorgt wegen des Erdbebens, dann wegen dem Tsunami und jetzt über die Verstrahlung," soll Arbeiter Kenji Koshia, der in der Nähe eines A-Werkes wohnt, gesagt haben. Wenn es gelingt lange genug Meerwasser in die Kraftwerke zu pumpen bis alle Brennstäbeausreichend heruntergekühlt sind, ist der Wettlauf mit der Zeit gewonnen. Sollte es nicht mehr gelingen, damit die Temperatur der Brennstäbe zu kontrollieren besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sie unten anfangen zu schmelzen und dabei radioaktive Energie austritt. Es wurde eine geringfuegige Erhöhung der Radioaktivität in der Präfektur Fukushima gemessen, aber durchaus noch im tolerablen und ungefährlichen Bereich. Trotzdem reagieren Nationen auf eine solche „Entdeckung“ sehr unterschiedlich. Die Briten z.B. machen gar nichts. Die U.S.Amerikaner verlegten eben ihren Flugzeugträger und raten ihren Leuten, nicht dringende Termine besser zu verschieben. Die Deutschen (Mercedes. VW, u.a.) evakuieren in den Süden, die Deutsche Missionsgemeinschaft hat ihren Missioanren das gleiche geraten, bis man besser weiss wie sich alles entwickelt.
Von rund 90 Nationen, sind die ersten Suchteams, darunter auch der Schweiz (25 Personen, 9 Suchhunde), Frankreich(100 Personen, 12 Suchhunde), England (Suchteams, Experten für Nuklearenergie, Hebemaschinen für Bergunsarbeiten) und Deutschland (mit vielen Zelten, Lebensmittel und Maschinen) eingetroffen.
Als Mission arbeiten wir zusammen mit dem Chinesisch Christlichen Rettungsdienst (Chinese Christian Relief Association, CCRA) und unserem japanischen Feld. Der Umstand, dass die CCRA Leute im selben Raum wie er arbeiten und SEND in Japan eine taiwanesische Missionarin hat, schaffen die Brücke zur Zusammenarbeit auch für Hilfsprojekte, die wir in Zusammenarbeit mit unseren japanischen Kollegen und der R.o.C. Regierung angehen wollen. Bitte betet dafür. Als das Erdbeben in Puli geschah, war CCRA gerade mal 11 Monate alt. Daraus ist eine missionarisch-diakonische Arbeit begleitet mit taiwanesischen werks- missionarischen Jungerschaftsmodellen (das sog. "Arbeitsplatzmission-College") entstanden, die heute selbst in Zusammenarbeit mit der offiziellen Kirche China in Zentralchina, unter Chinesen in Indonesien, in H. und anderen Orten mit seinen mittlerweile 28 Einsatzbereichen erfolgreich Schule macht. – Was ist für Japan dran? Wir sind dran alles herauszufinden, um eine solide und möglichst langfristig ausgerichtete Hilfe auch für die Gemeinden in ihrem Dienst am Land und vor Ort zu werden. Deshalb sind in diesem Moment einige Kollegen von Alain gerade im Aussenministerium der R.o.C. zu einem Sondiergespräch. Da die Zahl chinesisch christlicher Gemeinden in Japan gering ist, braucht es zusätzlich geeignete Leute die mit Japanisch helfen können. Vor uns ist eine „ungeplante“ vermutlich vielschichtige Zeit von Diensten, in denen es darauf ankommen wird, gute „Projekte“ zu realisieren. Was das alles einschliessen wird, kann noch keiner sagen.
Unsere Hilfsprojektseite v. CCRA!
Ein Taiwanese soll neulich gesagt haben die für die Mission schwierigsten Gebiete seien die arabischen Länder und Japan. In diesen Nationen ist in den letzten Monaten und Wochen vieles in Umbruch gekommen. Ist jetzt die Stunde Japans gekommen,in der Gott dieses Land nach seiner Phase der Gesellschaftsentwicklung bis zur „Perfektion“ auch zur perfekten Gemeinschaft mit IHM rufen will? -  Danke für ihr Gebet und ihre Unterstützung, auch für unsere Missionare von Taiwan und der Partnermission, die sich wegen Mangel an Strom auf einen von der Regierung verordneten Stromnutzungplan und manches Neue einstellen müssen (jeden Tag 3 Std. Stromausfall im Raum Tokyo)! Beten sich auch für uns hier, dass wir gute „Helfer“ beim sein und sehen können welche Form von Hilfe wir von den christlichen Gemeinden in Taiwan bringen sollen.

17 Februar 2011

Liga der "Weltmuslime" kommt erstmals nach Taipei

Nachdem es in arabischen Ländern aus politischen Gründen wohl etwas riskant wäre eine grössere Aktion der Weltliga der Muslime mit Vertretern aus mehr als 20 muslimischen Ländern durchzuführen, besann sich der Mufti der Grossmoschee Taipei auf die hochangesehenen Werte der chinesischen Gastfreundschaft, und lud kurzweg zum religiös unvorbelasteten Taiwan nach Taipei in die Nationalbibliothek ein. (Vielleicht stehen dahinter zusätzlich gewisse muslimische Geschäftsleute Taiwans, denen die Nudelsuppe in Taipei besser schmeckt als im unbekannten Dijakarta, Dubai oder von der Flugzeugkücheauf dem Weg in die entsprechenden Länder). 


Die Konferenz findet erstmals in Taiwan statt, doch der taiwanesische Gastgeber wird sich sicher bemühen, dass es auch nicht die letzte ist. 


Nächste Woche also soll ausgerechnet hier in Taiwan, wo so ziemlich jeder "Gott", wenn man ihn nicht aufpasst, in das bestehende volksreligiöse Götterpantheon integriert wird, zum Thema "Dialog der Religionen auf dem Weg zu Frieden" referiert werden. Vielleicht wollte man mit dem Thema Buddhisten den Wind aus den Segeln nehmen oder besonders diese zur Teilnahme am Gespräch einladen, den dieses Thema ist für viele Taiwanesen von islamischer Seite auf dem Hintergrund der jüngsten Nachrichten nicht so anziehend. 


Doch die Idee, die grossen Vertreter des Islam nach Taiwan einzuladen, hat auch noch einen anderen Hintergrund. Von den rd. 200.000 Muslimen in Taiwan stammen 75% aus Indonesien und sind Gastarbeiter, d.h. die lokalen Muslime könnten etwas Verstärkung brauchen. - Es ist klar, dass aus diesem Seminar mehr als nur ein "Workshop" erwachsen könnte. Immerhin hat Taiwan  nur gerade mal 50.000 eigene Muslime und die glänzen mit nur fünf Moscheen nicht gerade mit missionarischem "Elan" innerhalb der islamischen Weltgemeinschaft;  leider aber die christlichen Gemeinden mit ihrer Arbeit unter dieser Volksgruppe unter indonesischen Südasiaten auch nicht!


Anders ausgedrückt, es könnte sein, dass wir als Ergebnis dieses Treffens mit einer Welle von muslimischen  Missionaren zu rechnen haben. - Ob das umso mehr die Liebe der christlichen Gemeinden um das geistliche Wohl ihre tüchtigen Gastarbeiter auch anstachelt ist noch nicht sicher. Auf alle Fälle betet bitte um die schnelle und strategisch effektive Verteilung der zweisprachigen Lukasevangelien (Indonesisch-Mandarinchinesisch), die wohl nächste Woche die 2. Edition aus dem Druck kommen werden, von TECC bezahlen werden, und an die einzelnen Sichenden gebracht werden muss.
Betet bitte auch für eine wachsend gute Zusammenarbeit mit den indonesischen Pastoren und dass es irgendwie gelingt, ihre Gemeinden in einem Art indonesischer Allianz in Taiwan zusammenzubringen. 

Konten:

Deutschland: DMG Interpersonal, IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04, Ref: 80115 SMG-R.Haudenschild

Schweiz und EU: Schweiz. Missionsgemeinschaft (SMG), IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3, SWIFT: GENODE61WIE, Ref: 80115 SMG-R.Haudenschild

GROSSBRITTANNIEN: Schweiz. Missionsgemeinschaft (SMG), IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3, SWIFT: GENODE61WIE, Ref: 80115 SMG-R.Haudenschild

USA: Schweiz. Missionsgemeinschaft (SMG), IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3, SWIFT: GENODE61WIE Ref: 80115 SMG-R.Haudenschild AEM (Schweiz) : IBAN: 047 0900 0000 8003 3737 6, Vermerk: Alain Haudenschild

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