Unser Dienst

Diese vom früheren Missionsdienst in Taiwan modifizierte dreisprachige Ressource-Blogseite der inter-kulturellen theologischen Mitarbeiter Alain & Rita Haudenschild umfasst eine Fülle an Informationen aus der Mitarbeit mit SEND International in Ost Asien in der chinesischen Welt, dem globalen interkulturellen Dienst mit der AEM CH sowie der SMG, mit Blick auf mit dem Evangelium unerreichte Menschen, Gruppen, Migranten und Völker, hauptsächlich in oder aus Asien. Strategisch interessant sind die Informationen zur: Arbeitsvision "119" für Taiwan,der Bau von Immigrantengemeinden Taiwan AND BEYOND, TE&B (früher TECC) und das zweisprachigen Gebetsblog für Unerreichte Asiens (im Rahmen eines Forschungsauftrags von SEND erstellt)
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21 Dezember 2012

Als"Weihnachtsmann" in Taiwan in deutscher Tradition

Weihnachtsmann auf Weihnachtsmarkt
© DDP/AFP, Karte von 1897.


Der rot-weiße Weihnachtsmann macht sich auch in Taiwan gut und ist offenbar älter als angenommen

Angeblich stammt die Idee vom rotgekleideten Weihnachtsmann aus den U.S.A. als im Jahre 1931 Coca Cola den Mann als Reklame verwendete. Zweifellos hat die Limonadenfirma die Popularität dieses schmucken Herrn durch ihren fleissigen Flaschenverkauf massiv unterstützt,  doch das macht sie noch nicht automatisch zu ihrem Erfinder. Das belegt die Postkartensammlerin Christl Hütten aus Beuren im thüringischen Eichsfeld, wie die in Erfurt erscheinende "Thüringer Allgemeine" berichtet. Entsprechende Postkarten, die den Weihnachtsmann in einem rot-weißen Mantel zeigen, befinden sich in der Kollektion der Thüringer Sammlerin.Das älteste Motiv datiert vom 18. Dezember 1897. Auf der Karte, die innerhalb Deutschlands verschickt worden ist, stopft der Weihnachtsmann im roten Mantel mit weißem Saum durch den Schnee. 
In Taiwan eignet sich die Idee vom Weihnachtsmann ganz gut, um in dieser Zeit in Schulen zu kommen und Hunderten von Kindern vom Weihnachtsgeschehen zu erzählen. Natürlich wiegt äusserlich der Fototermin mit dem Shen dan lau gung gung wie dieser Mann in chinesisch heisst für das Klassenfoto mehr als was man sagt und selbstverständlich darf ein kleines Geschenk für jedes Kind aus dem prall gefüllten Geschenksack keinesfalls fehlen. Denn dieses Geschenk erinnert uns ja an das grösste Geschenk, das der himmlische Vater uns in Jesus gegeben hat. Für die meisten Kinder ist es auch in diesem Jahr das erste Mal, überhaupt etwas von Weihnachten in Verbindung mit Jesus zu hören. Auf die Frage, welcher Geburtstag an diesem Tag gefeiert wird kommen entsprechend unterschiedliche Antworten. - Doch es gibt manchmal Kinder die die Antwort kennen. Ein Mitarbeiter von TECC hat für uns die Besuche an zwei Schulen arrangiert. In einer war einst seine Tochter drin, so kennen sie ihn gut. Wir teilen uns in zwei Gruppen. Zwei Indonesierinnen begleiten Alain, die andern beiden Max und zwei Zivis aus Deutschland, die auch dabei sind. Es gibt in vielen Klassen inzwischen Kinder mit einer indonesischen Mama oder einer Verwandten. Wir gehen von Klasse zu Klasse. In einer Klasse werden wir mit drei spontan aufgeführten Tänzen empfangen, die gar nicht geplant waren und auch die Lehrer erstaunt haben. Überall sind wir sehr willkommen. Bei 900 Kinder in der einen Schule und gut 200 in der Shaluner Landschule ibleibt uns für die einzelnen Klassen nicht viel Zeit. Doch was zählt ist das Ergebnis: das Foto, das Erlebnis und eine nette Verbindung zum Weihnachtstag.  Neben den Süssigkeiten teilen wir als Team auch noch einen Weihnachtsbrief aus, in dem all das was sonst noch zum Thema wichtig ist zu wissen ruhig nachgelesen werden kann. -Vielleicht bringen es einige dieser Kinder noch weiter als die Cola Flaschen in den 30 ziger Jahren als sie den Weihnachtsmann bekannt machten und bringen das was sie von Jesus gehört haben in ihre hunderten von Famiien? Von den insgesamt vier Indonesierinnen, die mit uns waren, kennt noch keine Jesus als ihren persönlichen Heiland, doch weil gerade in dieser Woche die neuen Lukasevangelien in ihrer Sprache von der Bibelgesellschaft kamen, bekommen sie alle noch ein Evangelium in die Hand mit der Weihnachtsgeschichte in ihrer Sprache. Sie lehrten uns in allen Klassen wie man in Indonesisch "Viel Freude an Weihnachten" (in Chinesisch: Shen dan kuai le) in Indonesisch sagt. Ob sie dieses Jahr gerade auch noch den Ursprung für die  Weihnachtsfreude finden? Ihr könnt gerne dafür beten. Gott ist immer gut für Überraschungen, das beweist Weihnachten am besten. 

02 Januar 2011

Neujahrs Feuerwerk in Taipei

Einen guten Rutsch ins Neue Jahr aus Taiwan. In ganz Taiwan wurden am Freitag Abend Veranstaltungen durchgeführt, um das neue Jahr (und damit das Jahr 100 der Republik China) zu begrüssen. Dazu gehörten Konzerte wie das der Stadtregierung Taipei vor der Stadthalle mit Künstlern wie Mayday und Amei, doch die bekannteste Veranstaltung ist sicherlich das inzwischen alljährlich stattfindende Feuerwerk am Taipei 101.- In unserer früheren Nachbarschaft auf dem Yangminshan betrachteten wir von einer besonderen Ecke dieses Quartiers mit grosser Freude das Feuerwerkspektakel auf dem zweitgrössten Turm der Welt. 

Der 101 Turm in Taipei, mit einem Herz statt des "O"
für Republic of China (Republik China)

Das 100. Jahr der Republik China ist ein besonderes Jahr, denn viele ihrer Mitdenker und Bereiter waren waren Christen. Sie waren von der Demokratie als überzeugt und teilten die Ansicht, dass sich diese für die chinesische Kultur und ihrer Entwicklung besser eignet. - Die Enkeltocher Dr. Sun Ya-tsens, die vorgestern zur asiatischen Blumenausstellung nach Taipei kam, erlitt gestern auf dem Weg zum Flughafen einen Unfall. Sie kam extra zu diesem denkwürdigen Anlass, dem Beginn des 100. Jahres R.o.C. nach Taiwan! - Bitte betet für ihre Erholung und dass sie vom Unfall keine bleibenden Schäden davonträgt. Sie wurde schwer verletzt und ihr Fahrer war sofort tot. 

02 Dezember 2010

"Macht hoch die Tür, " (Ps 24) in Taipei

Die Altrossgärtner Kirche, Pegelstadt
 bei Königsberg, zu deren Einweihung
im Jahre 1623 Georg Weissel den
 Liedertext "Macht hoch die Tür" verfasste



Macht hoch die Tür, die Tor macht weit ist ein in Ostpreußen entstandenes Kirchenlied aus dem 17. Jahrhundert. Es gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Adventsliedern und wurde auch in andere Sprachen z. B. ins Mandarin Chinesische übersetzt.

Erstaunlicherweise führt uns ausgerechnet dieses Lied auf die Spur frühester deutscher Missionstätigkeit in Fernost.

Johann Anastasius Freylinghausen, der Hersteller dieses Liederhefts, wurde einer der einflussreichsten evangelischen Theologen der pietistischen Halleschen Schule und war als Schüler und Nachfolger von August Hermann Francke (zugleich dessen Schwiegervater) später der zweite Direktor der Franckesche Stiftungen. – Seine "Grundlegung der Theologie" ist viel gelesen und bis 1744 vierzehnmal aufgelegt worden! Seine größte Wirkung hat Freylinghausen allerdings als Herausgeber des bedeutendsten pietistischen Gesangbuches erlangt. Als Ausdruck einer die "Ordnung des Heils" ins Zentrum rückenden "neuen Theologie" kündeten die "Hallischen" Lieder in eindringlicher Weise von einer eschatologisch begründeten "Hoffnung besserer Zeiten", wobei von den 683 Liedern der Erstauflage den 174 "unbekannten Melodeyen" des Buches eine eminente Bedeutung zukam.
 
Darstellung des Einzuges der
 Bundeslade in den Tempel
   Das Lied beginnt mit einem Zitat aus Psalm 24 in Anlehnung an die Übersetzung Martin Luthers: „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe!“ Gemeint ist damit der der Messias.  Ursprünglich gehört der biblische Text zu einer israelitischen Liturgie bei der Feier des Einzuges der Bundeslade  in den Tempel, also des Einzuges Gottes in sein Volk. Er biblische Text eignet sich aber sehr gut als Bild für die Gemeinde im Missionsauftrag, die die Siegesnachricht vom gekommenen und auferstandenen Gottessohn  denkwürdig feiert. Deshalb fand dieses Lied mit seinem Text sehr früh Eingang die Adventsliturgie der pietistischen und landeskrichlichen geprägten Kreise, ja selbst in den katholischen Gesangsbücher hielt es Einzug.  Es geht darum in den Tagen vor Weihnachten zu proklamieren: Christen leben für eine andere Zukunft, es ist eine Zukunft mit dem König der Könige, dem Herrn der Herrn. Ihn und nicht allein eine Geburt feiern wir an Weihnachten. Die Begeisterung für den Weihnachtsmann verfliegt in Taiwan im Moment wieder, vielleicht auch wegen der jüngsten Ereignisse In Korea, aber die für den „König der Ehren“ mit dem Ruf „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, wollen wir Weihnachtsfreude entstehen sehen.

Dieses Jahr beschloss “unsere” Taiper Gemeinde erstmals (viellicht als Reaktion auf einen vor einem Monat bezüglich “Advent” in Englisch versandten Brief, den die Gemeinde erhalten hat?) den ganzen Dezember als Vorbereitung für Weihnachten mit entsprechenden (evangelistischen) Veranstaltungen gut auszuplanen. Es geht um folgende Treffen:

  • An jedem Adventssonntag eine Evangelisation Sa./So
  • Am 18./18 Dezember Taufen/Gemeindeaufnahme
  • In dieser Zeit alle Gruppen laden zu den drei Weihnachtsveranstaltungen ein
  • Vom 24.-26 Dezember jugendliche, evangelistische und traditionelle Weihnachtsfeiern. 

Rita am Dirigieren
Es geht um die Proklamation unseres Herrn Jesus, so wie zu seiner Zeit auf Erden, so wie zur Zeit von Pfarrer Georg Weissel, Johann Anastasius Freylinghausen  und schliesslich Karl Friedrich Gützlaff, denn wir ungefähr 80 Jahre nach Freylingshausen Abberufiung am selben Ort, in Halle finden und der dort seine theologische Prägung erhielt. Karl Friedrich Gützlaff ist Deutschlands erster protestantische  Fernostmissionar (aus Pommern), der im April 1831 mit der ersten han-chinesischen Bibelübersetzung nach Taiwan, damals als “Formosa” bekannt, kam und damit die Missionsarbeit mit Schriftzeichen in Taiwan anfing.  Hudson Taylor nennt ihn den "Vater der China Inland Mission". Etwas von dem Geist des Liedes “Macht hoch die Tür” für den "Herrn der Herrn" beseelte auch ihn.

Von Zeugen wie solchen wollen wir auch in Taiwan lernen. Der geistliche Tempel unseres Herrn wird aus Seelen, aus Menschen, die ihm die Ehre geben gebildet (Eph.2,21), so wird auch jede Willkomensgeste durch eine von Herzen kommende Einladung an Jesus in unseren Herzen zu wohnen ein Grund zu noch grösserer Freude. - Eines Tage werden auch unsere Gemeindehäuser nicht mehr sein, was wird dann geblieben sein? Lasst uns wenn wir in diesen Tagen das Lied singen "Macht hoch die Tür" nicht vergessen, dass die nach dieser Arbeit kommende Freude unverhältnismässig grösser ist, als was was wir uns erträumen könnten, denn nach seinem Einzug, dann ist der König unter uns.  

Einweihung neuer Gemeinderäume
Unsere Gebetsanliegen:
  • Das tägliche Brot (Und: bitte denkt auch an die angefallenen Extrakosten der DMG für Weiterbildung)
  • Der tägliche Dienst
  • Die Weihnachtsveranstaltung für die 700 Indonesier und Gemeinden mithelfen viele Indonesier zu schicken.
  • Danke für die Einweihung der neuen Gemeinderäume
  • Für sehr guten Besuch an den Weihnachtstagen von den vielen eingeladenen Freunden für diese Weihnachtstage, auch für diejenigen, die sich schon vor Jahren von Gott abgewendet haben und nie froh darüber wurden.

Das Lied im Volltext:

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit;
 es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt;
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich von Rat.

Er ist gerecht, ein Helfer wert;
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein Königskron ist Heiligkeit,
sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unsre Not zum End er bringt,
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Heiland groß von Tat.

 O wohl dem Land, o wohl der Stadt,
so diesen König bei sich hat.
Wohl allen Herzen insgemein,
da dieser König ziehet ein.
Er ist die rechte Freudensonn,
bringt mit sich lauter Freud und Wonn.
Gelobet sei mein Gott,
mein Tröster früh und spat.

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
eu’r Herz zum Tempel zubereit’.
Die Zweiglein der Gottseligkeit
steckt auf mit Andacht, Lust und Freud;
so kommt der König auch zu euch,
ja, Heil und Leben mit zugleich.
Gelobet sei mein Gott,
voll Rat, voll Tat, voll Gnad.

Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein;
dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit
den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr,
sei ewig Preis und Ehr.


Zum Inhalt:
Inhaltlich gehören die ersten vier Strophen eng zusammen. In Strophe 1 und 2 steht das Bild des einziehenden Königs im Mittelpunkt, in Strophe 3 und 4 sind es die Orte, an denen er einzieht. Diese werden immer persönlicher: von der „Welt“ über „Land“ und „Stadt“ zum „Herz“ des einzelnen Menschen. Der König selbst wird in Strophe 1 mit Begriffen wie „Herrlichkeit“, eines universalen Königs („König aller Königreich“) beschrieben, der „Heil“ und „Leben“ bringt. Die Begriffe „Sanftmütigkeit“, „Heiligkeit“ und „Barmherzigkeit“ (Strophe 2) beschreiben den König näher. Sein Eintreffen ist Anlass zur Freude. In „Land“ und „Stadt“ – also in das öffentliche Leben – zieht dieser König ein (Strophe 3), aber auch in den privaten, persönlichen Bereich: in das „Herz“, das mit „Freude“ und „Wonne“ reagiert. Es handelt sich dabei um „euer Herz“ und den Einzug „zu euch“ (Strophe 4), und die Öffnung des Menschen für den König wird erwartet.

02 Juli 2009

Der Juli und Mission in Taiwan 2009
Das Wetter ist drückend heiss, der wirtschaftliche Druck zwingt die meisten Firmen ihre Angestellten um tägliche Überstunden zu bitten, manche schaffen es schier nicht mehr, sind frustiert, Gedanken an den Selbstmord kann man manchmal in den öffentlichen Verkehrsmittel fast fühlen. - Sommerzeiten sind auch Ferienzeiten. Leider schicken dann manche nichchristliche Eltern ihre Kinder an eine Freizeit der Buddhisten oder andere nichtchrilstiche religöse Gruppen, nur um "Ruhe" zu haben.Gerade gestern berichtete ein Pastor wieviele 100 Kinder er auf einer sog. "Freizeit" vor einigen Tagen gesehen hat, die den ganzen Tag in einem buddhistischen Zentrum nichts anderes tun als buddhistische Schriften zu lesen. Damit möglichst nur die Reichen und vielleicht die zukünftige Intelligenzia Taiwans davon Nutzen hat, sind diese "Freizeiten" noch extrem teuer...

Bitte dankt mit:
- Ritas Prüfungen gingen so gut vorüber wie man es angesichts der vorangegangenen Rückenschmerzen und plötzlich auftretenden Problem nicht für möglich gehalten hat.
- Die intensiven Vorbereitungen für das Missions Camp mit dem Ziel der Rekrutierung von Missionaren wurden von Erfolg gekrönt: 130 meist Leute meldeten sich an, davon wollen 26 mit unserer Partnermission in Kontakt bleiben und den Gebetsbrief monatlich bekommen, mindestens drei davon wollen in den Gemeindebau. Betet für die Begleitung. Ausserdem beten wir auch um einen Leiter für die sendende Arbeit, da die Arbeit sehr gewachsen ist.

Bitte betet für:
- Die gegenwärtig stattfinden christlichen Freizeiten: Das viele Kinder in diesen Tagen eine persönliche Erfahrung mit Jesus haben und die Mitarbeiter mit grosser Freude dabei sind.
- Für die TMF Konferenz bei der Alain einen Workshop über die Hakka in Taiwan halten wird. - Von den 4,6 Mio Hakka Taiwans sind nur 3 von tausend Hakka Christen, womit sie die schlechtest erreichte Volksgruppe in Taiwan sind.
- Für die Entwicklung des Misisongebetskreises in Taipei, der jetzt auch einen Blog hat, dass sich viele einklinken und sich die Zeit zum beten 1x im Monat nehmen.
- Für die Predigtdienste
- Für das Einsatzteam, das zum 2. mal nach Bulgarien zu einer chinesischen Gemeinde zu einem zweiwöchigen Einsatz geht.

22 Dezember 2008

"Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heisst Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst auf dass seine Herrschaft gross werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich; dass er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth." (Jesaja 9,5-6)

Wir wünschen allen unseren Bloglesern, Freunden und Betern im ausgehenden Jahr 2008 eine schöne Weihnachtszeit und eine gesegnetes neues Jahr!

20 März 2008

Warum heisst der Karfreitag so? Im Heiligen Land ist der Karfreitag bekannt als „Guter Freitag“ (Good Friday) oder „Herausragender Freitag“ (Great Friday).
Der holländische Name dafür “Goede Vrijdag” bedeutet "Guter Freitag".
„Herausragender Freitag“ Μεγαλη παρασκευη: So benannt in den Ländern Bosnia and Herzegovina, Bulgarien, Kroatien, Tschechei, Estland, Griechenland.
Als „Langer Freitag“: In den Ländern: Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Faroer Inseln, Island. Heiliger Freitag: Südamerika, Frankreich, Italien, Portugal, Brasilien,, Philippinen, Vietnam, Japan(聖金曜日).
„Gedenktag von Christi Leiden": Chinessprachige Gebiete (基督受難日).
„Trauriger Freitag“: Arabisch-sprachige Christen.

In der deutschsprachigen Christenheit hat "Karfreitag", vom Alten Hochsdeutsch her die Bedeutung von Leiden. Die Bezeichnung "Kar"-Woche stammt vom alten deutschen Wort "Kara" = Trauer her; die Kirche trauert um ihren Herrn und trägt Reue und Leid um ihre Sünde. Andere leiten die Bezeichnung vom lateinischen "caro" = Fleisch ab, das mit der Kreuzigung des Fleisches in Beziehung gesetzt wird. Jedoch ist hier die Tendenz zu einer falschen Leibfeindlichkeit angelegt, während bei der ersten Deutung die Neigung zu ernsten, ja traurigen Gottesdiensten nicht zu unterschätzen ist, obwohl doch auch die Heilige Woche festliche Höhepunkte hat: Der Gründonnerstag als Tag der Einsetzung des Heiligen Abendmahls läßt uns die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott erfahren; das Osterfest selbst schenkt uns die Verheißung des ewigen Lebens. So ist es am sinnvollsten, wenn wir die Bezeichnung "Heilige Woche" gebrauchen.


Ursprung der Heiligen Woche ist gewiss das Osterfest selbst (darüber haben wir das biblische Zeugnis in Offb 1, 10, wo Johannes von dem "Tag des Herrn" spricht), dem das Gedächtnis des Leidens Jesu vorgelagert wurde, als sich die Ankunft des Herrn verzögerte; denn nun erfuhr die Kirche, dass sie vom Weg des Leidens nicht befreit ist, wohl aber in der Auferstehung eine große Verheißung hat.
Augustin spricht im 5. Jahrhundert von dem heiligen "Triduum" "des gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Christus", das sich im Gebrauch der Kirche auf die Tage Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag verlagerte, obgleich dies dem ursprünglichen Sinn des Triduums nicht entspricht.
In Jerusalem feierte man schon im 3. Jahrhundert die ganze Heilige Woche, beginnend mit dem Sonntag Palmarum, endend mit der Feier der Osternacht. Hier bemühte man sich, den Weg Jesu so treu wie möglich nachzugehen; alle Akte werden nicht nur in der Vorstellung, sondern leibhaftig vollzogen: das Volk geht mit dem Bischof hinab an den Ölberg und zieht dann wieder hinauf unter Jubelgesang: "Gelobet sei, der da kommt, im Namen des Herrn!" Der Weg führt allerdings zur Grabeskirche, symbolisch verdeutlichend, dass Jesu Köngitum durch das Kreuz begründet ist. Und so geht es fort. Die Osternacht wird in der Grabeskirche gefeiert, denn nirgendwo sonst kann die Auferstehung so deutlich werden wie an der). Ruhestätte der Toten. Daher wird auch heute, wo die Osternacht wieder neu entdeckt und gefeiert wird, häufig dieser Gottesdienst in der Friedhofskapelle oder am Friedhof begangen.
Von den acht Tagen der Heiligen Woche her empfängt der Christ Kraft und Mut, den Weg durch die Leiden dieser Welt zur Gemeinschaft aller Heiligen in der Auferstehung mit unserem Herrn Jesus Christus zu gehen. Das Kirchenjahr führt zu dieser Heiligen Woche hin, hat hier seinen Höhenpunkt, um von diesem Höhepunkt aus dann im Laufe der Trinitatiszeit einzelne Gesichtspunkte des Lebens unter der Führung Gottes zu betrach

Während die einzelnen Festtage auch einzeln beschrieben werden, kann an den übrigen Tagen der Heiligen Woche eine besondere Andacht stattfinden:

Montag
: Am Montag der Heiligen Wochen wird an die Salbung Jesu in Bethanien (Mk 14, 3-9) gedacht. Zu passender Stunde (der Sterbestunde Jesu) wird die Passion nach Johannes (Kapitel 18 und 19) gelesen.

Dienstag
: Zu passender Stunde (der Sterbestunde Jesu) wird die Passion nach Lukas (Kapitel 22 und 23) gelesen.

Mittwoch: 
Zu passender Stunde (der Sterbestunde Jesu) wird die Passion nach Markus (Kapitel 14 und 15) gelesen.

Gründonnerstag: Der Gründonnerstag ist der Donnerstag vor dem Karfreitag und zählt zu den drei Kartagen (Tridum) im engeren Sinn. Das geht zurück auf die jüdische Zeiteinteilung, nach der der nächste Tag am Vorabend nach Sonnenuntergang beginnt. In diesem Fall eröffnet Jesus seine letzte Station mit dem Abendmahl. Es ist der Abend an dem des neuen Gebots (Joh 13,34) gedacht wird. Von der iro-schottischen Tradition her daher der Name "Maundy Thursday" (Maundy kommt vom Mittel Englisch und Alt Französisch “mandé”, das sich vom lat. “mandatum” (Gebot) ableitet: “Mandatum novum do vobis ut diligates invicem sicut dilexi vos” (ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebet, gleich wie auch ich euch geliebt habe)

Feierpraxis: Durch die Konzentration der evangelischen Predigt auf die Bedeutung des Erlösungswerkes Christi (Solus Christus) und die Theologie des Kreuzes entwickelte sich der Karfreitag in der Zeit der Lutherischen Orthodoxie zum wichtigsten Feiertag in den evangelischen Landeskirchen - eine Bedeutung, die er bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts beibehielt. Im Zentrum der Feier stand dabei die Betrachtung der Passionsgeschichte durch Predigt, Gebet und Lieder. In den von Johannes Bugenhagen verfassten norddeutschen Kirchenordnungen war festgelegt, dass die von ihm zusammengestellte Passionsharmonie am Karfreitag zu verlesen sei.

Nachdem vor allem die lutherischen Kirchen bis ins 18. Jahrhundert hinein die vorreformatorische liturgische Praxis – von einigen als Missbräuchen empfundenen Stücken bereinigt – beibehielten, änderte sich das mit dem aufkommenden Einfluss rationalistischer und pietistischer Theologie und Frömmigkeit, in deren Folge die Deutung des Heiligen Abendmahls als Sakrament stark an Bedeutung verlor. Das hatte zur Folge, dass im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts nun der Karfreitag einer der wenigen Tage war, an dem in fast allen evangelischen Kirchen das Abendmahl gefeiert wurde.

Es kann auch von Montag bis Mittwoch eine Passion abschnittweise gelesen werden, z.B.

Montag: Lk 22, 1 – 38, Dienstag: Lk 22, 39 - 23, 12, Mittwoch: Lk 23, 13 – 56, Gründonnerstag: Abendmahleinsetzung, Karfreitag: Psalm 22 (Ps 22 LUT), 1. Epistel: (Jes 53,1-12 LUT), 2. Epistel: (2 Kor 5,19-21 LUT) , Evangelium: (Joh 19,16-30 LUT

08 April 2007

Ostern! - Die Nachricht von Jesu Auferstehung ist bis heute die eigentliche Grundlage christlicher Glaubensüberzeugung und Nachfolge. Christen folgen nicht einfach einem Religionsstifter nach. Sie erfahren die durch Jesus Christus dem Gläubigen zugänglich werdende Hoffnung in Form einer radikal veränderten Lebensausrichtung: Nicht mehr der Tod, sondern das ewige Leben in Gemeinschaft mit dem Schöpfer sind die Zukunft. - Ostern bedeutet für Christen "VERÄNDERUNG" (I.Kor.15,51). Nicht mehr der Blick auf die gängigen Lebensphilosophien, sondern auf den Plan, den Gott mit jedem einzelnen Menschen hat, wird wichtig. -
War das Ergebnis des Ungehorsams Adams, des ersten Menschen, der Tod, so schuf das Wirken des "zweiten Adams", Jesus Christus, den Weg zu ewigen Leben, also vorwärts zum Schöpfer. - Dieses Leben ist keimhaft schon da, ebenso wie auch der Tod keimhaft in unseren Körpern, erkennbar am Alterungs- und Verfallprozess unseres Leibes, Sorgen verursacht. -
Die Phase mit SARS im Jahre 2004 hat uns deutlich vor Augen geführt, welche Kraft das keimhafte Vorliegen vom Tod in Form eines Virus besitzt, auch wenn das menschliche Auge davon erst wenig wahrnimmt. -
Die Bibel vergleicht Gottes Wort mit "Leben". Das Evangelium gilt deshalb als das Wort des ewigen Lebens. Diese Nachricht des Lebens auszubreiten und Leben zu stiften ist im Kern der Auftrag Jesu Auftrag an seine Nachfolger. - So wird die Botschaft von Ostern zur eigentlichen Grundlage für eine andere Zukunft, aber eben nicht durch gewaltsame Revolutionen, sondern die Veränderung des Herzens. Nachhaltige Veränderungen zum Besseren kommen an Ostern, d.h. am Glauben an den Auferstandenen nicht vorbei. Das zu Begreifen allein schon wird uns helfen anders zu leben und dabei weiter zu kommen.

03 April 2007


Es ist Osterzeit, für die Gemeinden hier in Taiwan bedeutet dies „Zeit der Evangelisation.“ – Nachdem die Schiffsmission „Operation Mobilisation“ in diesem Jahr mit der 92 jährigen „Doulos in Kaoshiung bereits über 105 000 Gäste verzeichnen konnte, freuen wir uns auf seinen Besuch im grossen Nordhafen Taiwans in Keelung. Die OM benutzt ihre Schiffe als schwimmende Bücherläden und lädt zur evangelistischen Veranstaltungen auf das Schiff ein, sendet aber Teams in Gemeinden, die sie einladen, um evangelistische oder missionarische Dienste vor Ort zu übernehmen. – Seit Wochen vermitteln wir Adressen und helfen den vorbereitenden OM-Teams im Norden und Süden des Landes zu einer guten Zusammenarbeit mit den Gemeinden vor Ort zu finden. – Auch 13 internationale Schulen mit insgesamt 5000 Schülern, darunter japanische, koreanische, holländische, französische, deutsche und einige britische amerikanische Schulen erhielten per Email und Fax Einladungen zu den normal gut besuchten Klasssenprogrammen. Für die Doulos soll es der letzte Aufenthalt in Taiwan sein, da es mit annähernd 100 Jahren auf dem Buckel in acht Jahren das internationale Schiffsrentenalter erreicht haben wird. – Über das landesweite Netzwerk von CCEA/CCRA ist es gelungen viele Gemeinden vor Ort für die Zusammenarbeit mit OM zu mobilisieren. Die United Missions of Taiwan entschied die Einsetzung ihres Vorstands für die Missionsbewegung im Süden auf der Doulos zu feiern. Das gab Alain Gelegenheit einigen der über 136 teilnehmenden Pastoren die Resourcen für die Arbeit unter Gastarbeitern vorzustellen. – Neben dem beinahe wöchentlichen Versand von Traktaten, Bibeln, CDs für Gastarbeitern, wurde TECC von einem Pastor in Tainan zu einer Hochzeit zwischen einer Thai und einem Taiwanesen eingeladen. Die Gemeinde hatte sich vorgenommen die Hochzeit für die buddhistischen Familienangehörigen aus Thailand so schön und so voll von Gottes Liebe wie möglich zu gestalten, brauchte aber noch eine Thaibibel, Traktate in Thai und Adressen von christlichen Gemeinden in Thailand. Hier halfen gerne. Die Feier gewann insgesamt beinahe den Charkater einer Aussendung .

27 Februar 2007


Gerade ist das chinesische Neujahrvorbei, das Arbeitsleben hat (mit neuer Kraft) wieder begonnen. Jonathan hatte eine Woche Ferien (die lokalen Chinesen drei), sodass wir seit langer Zeit erstmals als Familie zusammen entspannen konnten. - Die Woche gipfelte bei guter Atmosphäre in einem Taipei Gebetstreffen bei uns zu Hause, zu dem wir 26 Gäste unserer Partner-Mission SEND International willkommen heissen konnten. Jonathan kümmerte sich um die mitgekommenen sechs Kinder.
Missions-Theolog. Unterrricht: Alain ist mit seinen acht Studenten in der vierten Woche des Semesters. Im Moment geht es im Unterricht noch um die Grundlagen eines biblisch-missionarischen Gemeindebaukonzepts. Doch schon bald wird es um die konkreten Unterschiede zwischen traditionellen und missionarischen Gemeindebau- Methoden gehen.
TECC: Eine neue SEND Missionarin aus Kanada mit R.o.C. Pass fühlte sich nach einem Gesprächen mit TECC Leuten bestärkt, Vietnamesen in Taiwan das Evangelium nahe zu bringen. Sie wird vermutlich in Zentraltaiwan wohnen und Teil des nationalen TECC Teams werden. - Die neueste Ausgabe von des fünfsprachigen Gospelmagazins "Kaibigan" ist aus dem Druck und enthält erstmals auch Japanisch und Mandarin!- Damit können wir auch die chinesischen Ehepartner der eingeheirateten Frauen aus Japan, Indonesien und Vietnam erreichen! - Betet für die breite Verbreitung dieses evangelistischen Magazins in den Gemeinden Taiwans!
Ausserordentliche Termine im März:
07.: Missions Workshop beim Baptistenseminar Taipei
17.: Jahres Report Treffen unserer Partnermission
21.: Vorbereitungs Treffen in Kaoshiung für die evangelistischen Veranstaltungen auf dem Schiff im Mai und Juni mit Leuten von "Operation Mobilisation"
24.: Werbungsveranstaltung für die sozial-evangelistische Arbeit von CCRA

10 Oktober 2006

Nationalfeiertag in Taiwan

Der 10. Oktober ist der Nationalfeiertag der Republic China, heute allgemein Taiwan genannt.

Konten:

Deutschland: DMG Interpersonal, IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04, Ref: 80115 SMG-R.Haudenschild

Schweiz und EU: Schweiz. Missionsgemeinschaft (SMG), IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3, SWIFT: GENODE61WIE, Ref: 80115 SMG-R.Haudenschild

GROSSBRITTANNIEN: Schweiz. Missionsgemeinschaft (SMG), IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3, SWIFT: GENODE61WIE, Ref: 80115 SMG-R.Haudenschild

USA: Schweiz. Missionsgemeinschaft (SMG), IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3, SWIFT: GENODE61WIE Ref: 80115 SMG-R.Haudenschild AEM (Schweiz) : IBAN: 047 0900 0000 8003 3737 6, Vermerk: Alain Haudenschild

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