Unser Dienst

Diese vom früheren Missionsdienst in Taiwan modifizierte dreisprachige Ressource-Blogseite der inter-kulturellen theologischen Mitarbeiter Alain & Rita Haudenschild umfasst eine Fülle an Informationen aus der Mitarbeit mit SEND International in Ost Asien in der chinesischen Welt, dem globalen interkulturellen Dienst mit der AEM CH sowie der SMG, mit Blick auf mit dem Evangelium unerreichte Menschen, Gruppen, Migranten und Völker, hauptsächlich in oder aus Asien. Strategisch interessant sind die Informationen zur: Arbeitsvision "119" für Taiwan,der Bau von Immigrantengemeinden Taiwan AND BEYOND, TE&B (früher TECC) und das zweisprachigen Gebetsblog für Unerreichte Asiens (im Rahmen eines Forschungsauftrags von SEND erstellt)
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24 September 2021

Reaktivierung des Blog

Dieser Blog wird reaktiviert, einiges in den kommenden Wochen wird schrittweise und entsprechend der veränderten Technologie überholt werden. 

Gewisse Dateien sind schon länger durch den Raub von Informationen beschädigt, doch viele LINKs führen den Leser weiterhin zu interessanten Entdeckungen in der interkulturellen Sphäre. 



07 August 2013

"Den Chinesen ein Chinese werden"

Unter diesem Titel hat das Mediendepartment der Deutschen Missiongemeinschaft eben einen zweiseitigen Artikel mit einem Interview mit uns und unsere jahrelange Arbeit in Taiwan veröffentlicht. (S.13 auf der nachstehenden LINK). Bei weiteren Fragen können sie uns über Facebook oder die DMG finden.
http://www.dmgint.de/files/cto_layout/img/red/downloads/PDFs/dmg-informiert/dmginfo_0413_WEB.pdf

04 August 2013

Warum gibt es Gnade?(Eph.1,3.4.7.11.) Dr. Alain Haudenschild


Gegenwärtig werden im Zusammenhang mit global vorkommenden Katastrophen viele Fragen nach dem Hintergrund vom Leid gestellt.Viele fragen warum es Leid, Versagen und Krankheit gibt. Sie verursacht echte Frustrationen und in Taiwan nicht selten Selbstmorde. Der Verfasser geht der gestellten Frage vom biblischen Konzept der Gnade nach, weil er glaubt, dass sie Orientierung bei der Beantwortung von Fragen nach dem Leid gibt. Man muss gar nicht so weit gehen, bis man die Realität von Kummer und Leid erlebt. – Junge Erwachsene fragen sich warum andere schon einen Freund oder eine Freundin haben und gerade sie nicht. Sind sie nicht auch liebenswert?  Menschen mit Enttäuschungen in ihrer Freundschaft fragen sich, warum alles auseinanderging. Sind sie nicht wert geliebt zu werden. Das ist eine wirklich harte Erfahrung und nicht einleuchtend. Geschiedene fragen sich wie es dazu kommen konnte, wo doch am Anfang die grosse Liebe und überhaupt vieles ganz anders war und es nicht an guten Vorsätzen gefehlt hat. – Es gibt sie eben, die Realität des Kummers, des Leids und der Enttäuschung über das unerreichte Ziel.- Es gibt die Fragen nach der Ursache von Leid und Unrecht. Dazu kommt das Phänomen, dass natürlich im Regelfall immer der andere "schuld" ist.

Komischerweise wird kaum danach gefragt warum es Gnade gibt. Doch wenn es Enttäuschung und Leid gibt, dann gab es vorher logischerweise die gnadenvolle Erfahrung seiner Abwesenheit. Das sagt auch die Bibel. und führt uns zurück zum Ursprung der Gnade, dem Schöpfer.

1. Der Mensch: vor dem Anfang der Schöpfung von Gott erwählt.

Eph 1,3 sagt uns: „wie er uns in ihm (Jesus) auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos seinen vor ihm in Liebe.“

Das Erste was wir über Gottes Absicht mit dem Menschen lesen ist, dass er auserwählt wurde vor Grundlegung der Welt und tadellos zu sein vor ihm in Liebe.

Da steht nichts von Leid und Kummer, Unfällen, Enttäuschung und Frustrationen. Der Grund dafür liegt darin, dass zwischen der Erschaffung des Menschen und seinen Nachkommen etwas Furchtbares, das diesen Plan verkomplizierte geschah: Der Mensch wurde Gott obwohl im nichts fehlte im Garten Eden freiwillig und in voller Absicht über Gottes Willen ungehorsam (1.Mos 3). Dem arglistigen Widersacher Gottes, der sich als attraktive Schlange bei Eva Beachtung erworb war es gelungen Zweifel in Gottes gute Absichten mit ihr und ihrem Mann zu säen. Das Ergebnis war dementsprechend. Doch statt dass Gott den Menschen aus Wut vernichtete entschied er sich für einen besseren Plan und dafür dem Menschen die Fähigkeit zu erhalten ihn durch Gnade freiwillig zu suchen und zu lieben .Er entschied sich ihm über den Glauben an IHN die Möglichkeit zu geben über die Sünde zu herrrschen. Er gab ihm Gnade und damit zeigt sichschon: Am Anfang war die Gnade, nicht das Leid.

Als der Buddhismus vor rd. 1850 Jahren in China Einzug hielt versuchte dieser über einen intelligenten philosophischen Kunstgriff seine Vorherrschaft zu sichern: Sowohl Leid als auch Gnade wurden als menschliche Illusionen “entlarvt“, womit der Buddhismus versuchte sich als die Religion zu etablieren die auf die Fragen des Lebens die allein richtigen Antworten hat. Im täuschend friedlichen Kleid der Tranquille für die Seele, problemlösender Meditation und "Erleuchtung" des im Unterschied zu Jesus verstorbenen Sidharta Gautama Buddha, eroberte sich diese neue Religion einige Gebiete Chinas. Gleichzeitig wurde vielen mit der Lüge Leide und Gnade seien beide eine Illusion der Zugang zum Verstädnis der Gnade bei Gott zugebaut. 
Die Realität war zur meistgeglaubten Illusion erklärt worden. Der Wunsch sich dieser zu entziehen wurde damit genährt. Das Wissen um Gnade, die vor dem Leid war, überlebte nur in einigen wenigen chinesischen Zeichen. Doch die konnten damals und auch später über eine sehr lange Zeit längst nicht alle Chinesen lesen. Und so stellte sich auch die Frage nach dem Warum der Gnade bald nicht mehr. Die Ahnenverehrung wurde schliesslich erlaubt und beantwortete im Zuge dieser Entwicklung die Frage nach dem Leid mit einer Art „Versicherung“ für ein besseres Jenseits durch Opfer an verstorbene Ahnen.
Doch Gottes Gnade hatte vor Anbeginn der Welt eine konkrete Ausrichtung: Die Auserwählung war zur Sohnschaft durch Jesus Christus. (1,5), wie wir lesen:

„Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens.“

Es ist für uns ganz wichtig zu sehen, dass mit der Vorbestimmung für die Sohnschaft mit Jesus Christus nicht nur Christen angesprochen sind, dieser Plan gilt für Menschen aus muslimischem, buddhistischem oder hinduistischem etc. Hintergrund alle ganz genau gleich. Die Verbindung geht über Jesus. Sie geht nicht über einen "Geist der unbestimmten Kraft", die angeblich schon keltische oder andere heidnische Religionen an religiösen Stätten wo heute christliche Kirchen stehen verehrten, sondern über den Glauben an Jesus. Die Sohnschaft ist geknüpft an die Beziehung zu Jesus, nach dem Wohlgefallen seines (Gottes) Willens. Es ist hier von Rettung und Leid und Strafe für Sünde noch gar nicht die Rede, sondern immer noch von der Erwählung des Menschen und seiner Bestimmung und die war nicht zum Leid. Wichtiger als viele andere Fragen ist tatsächlich die Antwort auf die Frage zu haben: Warum gibt es Gnade? 

Es gibt sie weil Gott den Menschen schon vor der Erschaffung der Welt erwählt hat.

2. Unser Erlösungsbedarf (7)
In den letzten drei Wochen sind bei uns in der Gemeinde nacheinander drei Leute gestorben, die noch im Gottesdienst beim Händeschütteln sagten, ihnen geht es blendend. Und das waren nicht nur alte Geschwister.  Sie alle kannten Jesus als persönlichen Erlöser und er war ihnen wichtig: sie hatten eine Beziehung zu den Aussagen in Eph1:7 wo wir lesen:

„in ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade. –

Wer von Reichtum redet muss ihn auch beschreiben können. Worin besteht denn eigentlich der „Reichtum seiner Gnade“?
  • ·       Die Gnade Gottes ist eine macht und wird mit unseren Gebundenheiten fertig (Ps 117).
  • ·       Sie hält uns (Ps.94,18)
  • ·       In Christus erhält man die Gnadengabe Gottes (Rö 6:23), ewiges Leben.
  • ·       Gottes Gnade ist unerschöpflich (Joh. 1:14.16.17).
  • ·       Rechtfertigung kommt aus der Gnade (Rö3;23; 4,4.16;11:6).
  • ·       Gnade schafft ein verwandeltes, gerechtes Lebens(Röm.5:17.21;1.Kor. 12:9 mit 1.Pt. 2:19).
  • ·       Gottes Gnade hat heilsame Kraft (Apg20,24)
  • ·       Gottes Gnade nimmt uns in Zucht (Tit 2;11.12)
  • ·       Gottes Gnade ist Voraussetzung, zu überwinden und zwar „weit“ (Röm 8;37) 

Weitere Verse über den Reichtum von Gottes Gnade sind:
  • ·       «Damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus» (Eph. 2,7).
  • ·       «Mir, dem allergeringsten unter allen heiligen, ist diese Gnade gegeben worden... den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen» (Eph. 3,8).
  • ·       «dass er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit verleihe, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden am inwendigen Menschen» (Eph. 3,16).
  • ·       «Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, und erkennst nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?» (Röm. 2,4).
  • ·       «damit er auch den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit erzeigte, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat?» (Röm. 9,23).
  • «O, welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unausforschlich seine Wege!» (Röm. 11,33).

Auf die Frage warum gibt es Gnade hat die Bibel eine eindeutige Antwort: Es gibt sie wegen dir und mir! – Sie kennen zu lernen gehört zu unseren wichtigsten Lebensaufgaben.
Das führt uns zum letzten Teil mit der Frage wie Gottes Gnade wirkt:

3. Gottes Ratschluss verfehlt oder erreicht?

Es gehört zu den Geheimnissen in Gottes Schöpfung, dass er dem Menschen seinen Willen lässt, auch wenn er viel Böses anstellt. Er will keine unechte Liebe, sondern eine die aus dem Herzen kommt. – Sein Entschluss für den Menschen ist fest: du bist von ihm angenommen. Doch die grosse Frage ist: Hast du Jesus, Gottes Gnadengeschenk an uns Menschen in dein Leben eingeladen?
Manche lassen sich mit ihrem Entschluss sehr lange Zeit, so wie der eine Arzt in Boston, der hohes Ansehen hatte doch eines Tages vor der Diagnose vom Krebs im Endstadium stand. Er hatte sein ganzes Leben ohne Jesus gelebt. Als er krank im Bett zu Hause war besuchten ihn sehr viele und angesehene Leute vom Städtischen Krankenhaus.  Ein junger chinesischer Prediger mit gerade mal 30 Jahren besuchte ihn auch, besser gesagt wollte ihn besuchen. Das war wegen der vielen Leute schwierig.  Es stellte sich hinten an die lange Reihe an. Irgendwann sah ihn sein Bekannter aus der Ferne und hiess alle anderen herauszugehen, damit er mit ihm reden konnte. Der junge Prediger fragte ihn nach seinem Verhältnis zu Gottes Gnadenangebot, das er offenbar bis jetzt nicht angenommen hatte. In jungen Jahren hatte der Todkranke in der Sonntagsschule mal von Jesus gehört, erfuhr der junge Besucher, doch leider war es seither dabei geblieben. Nur 14 Tage später starb der Mann. Über Freunde fand der junge Besucher von einst heraus: Kurz vor seinem letzten Atemzug hatte der Todkranke vor Zeugen sein Leben Jesus anvertraut. Statt ein Leben voll Gnade hatte er ein schwieriges Leben, ganz auf sich gestellt gelebt.  Es hätte anders sein können. Paulus schreibt:

(V11) „In ihm, in welchem wir auch ein Erbteil erlangt haben, die wir vorbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluss seines Willens, ...(13)nachdem ihr das Wort der Wahrheit des Evangeliums eurer Errettung, gehört habt, ... versiegelt worden mit dem Hl .Geist der Verheissung.“

Es kann anders gehen. Wo stehst du? Was bewirkt Gottes Gnade bei dir?– Man kann den Ratschluss Gottes wie in Eph. 1:3 beschrieben für sich ablehnen, denn Gott verteilt keine „Karma“ oder „Schicksale“. Bei ihm ist die Wahrheit nicht eine Illusion. Gott ist ein Gott der Fakten und der Wahrheit. Deshalb ist es weitaus empfehlenswerter Gottes Gnade kennen zu lernen, inneren Frieden zu erlangen und den Weg des Lebens mit seiner Gnade zu gehen. Denn am Anfang war Gottes Ratschluss der Gnade nicht des Leides. Du kannst Jesus in einem Gebet einladen,

„denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ (Joh.3;16).

03 Juni 2013

Zentraltaiwan: 6,3 starkes Erdbeben 2 Tote, 21 Verwundete (Rev. Dr. A. Haudenschild)

Der weibliche Beifahrer wurde durch einen fallenden
Felsbrocken lebensgefährlich verletzt. Ihr Zustand
 ist immer noch kritisch.Bild: (CNA)
Das Ergebnis des gestrigen Erdbebens, das uns in Taipei bei Chorsingen um 1.43 Uhr überraschte sind 2 Tote, drei Schwerverwundete und weitere 18 Verletzte. Gemäss dem Wetterbüro in Nantou  hatte das Erdbeben sein Epi-Zentrum im Ren-Ai Distrikt, nicht weit weg von Puli, wo wir  zwischen 1997-2001 wohnten. Dort wohnen viele arme Ureinwohner vom Stamm der "Taiya", ihre Behausungen sind oft wenig stabil gebaut. Fünfzig Kilometer südlich davon war eine Gruppe von Touristen gerade auf dem Berg Alishan als ein Frau unter ihnen von einem fallenden Stein tödlich getroffen wurde. Einen fünfzigjährigen Mann erwischte es ähnlich überraschend und ebenfalls tödlich ein paar Kilometer davon entfernt. - Laut China Post, Ausgabe 3. Juni 2013 wurde der gesamte Bahnverkehr (台灣高鐵) sofort umdisponiert,  davon waren 50.000 Reisende betroffen, 23 Züge wurde gestoppt. Die insgesamt 54 Züge, dies deshalb alle später oder verspätet fuhren betraf weitere 20.200 Reisende. Der japanische Superschnellzug Schinkansen (台灣高鐵) stoppte vorsichtshalber gleich sechs seiner Züge, bis alles abgeklärt war. 
Unsere Missionare in der Chiayi und Taichung Gegend kamen Gott sei Dank alle Heil davon. - Unsere CCRA (Chinese Christian Evangelistic Assocation) hat an allen Stellen Mitarbeiter die bereit stehen zum helfen, wo Not ist. Sie führten gestern in Nantou gerade eine Schulung von Mitarbeitern für den Ernstfall von Erdbeben durch, allerdings ohne zu ahnen, dass sie nachmittags darüber schon vieles für die Praxis werden wissen müssen. 
Egal wie wir planen, wir dürfen in Taiwan nicht vergesssen, weeltweit 90 % aller ständigen Erdbeben passieren an der Faltstelle, wo Taiwan liegt. Ein wenig Zittern der Erdschale hat wieder mal eine ganz Nation sofort betroffen. Das war eine gute Erinnerung den nicht zu vergessen, der alles in seiner Hand hält. (Off 1:8). Nicht immer schickt Gott einen noch eine weitere Erinnerung. Bei den zweien, die es aus der Höhe "erwischt" hatte, wäre für den Fall, dass sie ihr Leben mit dem Allmächtigen noch nicht in Ordnung gebracht hatten, diese "Erinnerung" zu spät gewesen. 

12 Juni 2012

In nur wenigen Stunden erlebt: furchtbares Leid, Tod und neues Leben in Christus!

Vor einigen Tagen hat uns ein stärkeres Erdbeben aus dem Schlaf von der Stärke 6,5 aus dem Schlaf gerissen. Manche sind sehr erschrocken. Es gab zum Glück keine Erdbebenopfer zu beklagen. Doch jetzt nach dem Erdbeben ist das Vulkan und Schiefergestein Taiwans vielerorts recht lose und es braucht nicht einmal einen ganzen Tag Dauerregen bis es besonders in den Bergen zu massiven Erdrutschen kommt und ganze Dörfer für Tage von der Umwelt abgeschnitten sind. Das ist auch dieses Mal wieder passiert, in einem Fall wurde ein Haus glatt unter der vom Hang herunterrutschenden Erdmasse begraben. Die nach Hilfe schreiende, aus dem Haus rennende Frau kam gerade noch knapp mit dem Leben davon, während ihr 74 jähriger Gemahl und ein jüngerer Herr zu langsam waren und leider den Erdmassen ihren Tod fanden. 
Gleichzeitig beschäftigte Kollegin R. ein anderes Problem. Ihr älterer, an Diabetes erkrankter Bruder, dem sie mangels eine Niere vor ein paar Jahren operativ eine von den ihren gegeben hat, sollte sein Bein amputiert bekommen. Wir beide kennen uns von ihrer Zeit bei CCEA sehr gut. Als ich ihr anrief,  lief in ihrem Herzen alles gerade Sturm. Sie hatte sich vorgenommen unbedingt die 120 km an das Vorbereitungsgespräch für die Operation von Chiayi nach Taichung zu fahren und brauchte Gebet, auch für ihren Bruder, der Jesus noch nicht in sein Herz eingeladen hatte. Ich wusste, dass sie schon Jahre für ihn betete. - Also warum noch einmal beten? Würde es "nützen" ? Würde Gott dieses Mal mehr Sichtbares bewegen, eine "innere Erschütterung" zur Umkehr verursachen? Äusserlich sprach wenig dafür, im Gegenteil. Durch all die Jahre hatte ihr Bruder seinen Widerstand gegen das Evangelium immer weiter verstärkt. Selbst die Spende der Niere seiner Schwester konnte seine Gefühle zu gar nichts bewegen. Für ihn was das alles nur Familienpflicht, mehr nicht. Die Füsse hatten sich durch Diabetes so entwickelt, dass eine Amputation den Schmerzen gegenüber die bessere Lösung schien. Doch die Kollegin, selbst eine ehemalige Krankenschwester wusste, das war nicht mehr als ein Wunsch und überhaupt keine Lösung. Sie wusste was ihrem Bruder wirklich fehlte und das war der Friede. - Tatsächlich wurde der gestrige Abend eine Wende für ihren Bruder. Als ein Kollege, der Miss R.  begleitet hatte dem Bruder von ihr die "Sache mit Jesus" in einfachem Taiwanesisch (noch einmal) erklärte fiel es wie Schuppen vor den Augen und der erkannte, wer er vor Gott wirklich ist und warum er Jesus braucht. Er nahm ihn im Gebet in sein Herz auf. Statt dem steinernen Herz gab Gott ihm ein neues Herz, das anders empfinden konnte. Die Tränen in seinen Augen legten davon ein bewegtes Zeugnis ab.  Ihr Bruder war in die Familie Gottes eingetreten! Was für eine super gewaltige Erfahrung! - Nach einem solchen Erlebnis rief Miss R. sofort den für die angesetzte Operation zuständigen Dr. Chang und fragte ihm um einen terminlichen Aufschub für die Operation. Ein Gott, der solche Gebete erhört, so ihr Rückschluss, kann ihren Bruder auch ganz heilen. - Bitte betet mit, dass ihr Bruder sein Bein behalten kann und dass Gott seine Diabetes heilt. Die wichtigste Entscheidung des Lebens war gefallen, inmitten einer sehr problematischen Situation. 
Für manche auf Taiwan sind diese Tage bedingt durch die Unwetter mehr als nur problematisch. Ganze Dörfer sind bis jetzt von der Umwelt vollkommen abgeschnitten. Auch für sie könnte diese Zeit in der sie in ihrem beschäftigten Alltag innehalten müssen zu einer Zeit der Umkehr zu einer Begegnung mit dem Allmächtigen werden. Erdbeben sind furchtbar. Beim bisher tödlichsten Erdbeben, das wir am 21 September 1999 in Puli mitbekamen starben rd. 2.400 an seinen Folgen davon über 800 in Puli allein. Sie können als Mahnmal dienen wie schnell und vollkommen unerwartet wie das Beben vor drei Tagen der letzte Moment auf Erden kommen kann. Auch die durch die Unwetter der vergangenen drei Tage insgesamt sechs Todesopfer hatten zuvor wohl keine Ahnung, dass es mit ihnen bald schon so weit sein könnte. - Deshalb verkündigen wir Christus, damit jeder auf Taiwan wie dieser Bruder von Christus, dem Erretter von Tod und dem einzigen Weg zum ewigen Leben (Joh. 14,6) hört,  und weiss wozu er hier ist und eine Gemeinde findet. Wo keine da ist gründen wir eine. Aus diesen Gedanken ist auch das neue Gemeindebauprogramm "Vision 119" entstanden. Nicht immer sehen wir unsere Gebet gleich erhört, aber wir wissen, wenn wir nach seinem Willen und sein Reich bitten, so erhört er uns (Joh. 9,31; Mt. 6,33). Das hatten wir gerade wieder erlebt. 

29 November 2011

Adventsgebetsanliegen Haudenschild 2011

- 4. Dezember: Weihnachtsgottesdienst mit Indonesiern in Taoyuan (5 Gemeinden mit TECC). Alain bringt den Kindern als "schweizerischer Weihnachtsmann" verkleidet die Weihnachtsgeschichte.- Betet fuer die Stärkung der indonesischen Christen in ihrem Zeugendienst unter ihren Landsleuten! TECC unterstützt indonesische Gemeinde, die missionarisch endlich aktiver leben.
- 8. Dezember: Taiwan Sending Council Arbeitsgruppe trifft sich zum Vorweihnachtstreffen und die Agenda für das kommende Jahr 2013.
- Die vorweihnachtlichen Termine bei der "Hütte Elias" mit Taiwanesen, die auf der Suche nach Hilfe sind und wissen wollen wer Jesus ist.
9. Dezember: Deutscher Frauenbibelkreis bei uns (Rita leitet).
9. Dezember Deutsches Schulweihnachtsfest, mit TES (Taipei European School)
10. Dezember: Chinesischer Hauskreis bei uns
11. Dezember: Missionsgebetstreffen
12-14. Treffen der AEM Taiwan (=United Missions of Taiwan, UMOT), Wahl eines neues Vorsitzenden. Redner: Jason Mandryck
16. Dezember: Interview mit dem christlichen Radio Taipei über die Missionsarbeit unter den Ausländern in Taiwan (TECC)
20. Weihnachtseinsatz in den Schulen um Chungli (ca 1100 Kinder)
26. Abflug (Alain) nach Deutschland zum Missionkongress in Erfurt .
27. Chinesischer Bibelkreis in Erfurt
- Die Vorbereitungen für den Missions-Congress in Erfurt vom 28.Dezember bis 2. Januar, bei der ein Team von SEND unserer Partnermission dort sein wird. Es gibt momentan Probleme beim Finden des vierten Pakets mit Infomaterial von Taiwan für den Kongress! - Betet, dass man dieses Paket mit seinem gesamten Inhalt auch noch findet. Ein anderes Paket wurde inzwischen gefunden, muss aber noch aus dem Zoll herausgeholt werden, da irgendwo unterwegs nach dem Verlassen Taiwans die angehefteten Papiere verloren gegangen waren. In allen vier Paketen ist wichtiges Material drin...
4. Januar: Taiwanabend in Möckmühl
7. Januar: Hauskreis in EFG Weinheim
8. Januar: Predigtdienst in EFG Weinheim Thema: "Gottes Name unter den Nationen"
12. Januar: Rückflug nach Taipei

22 August 2010

Zurück in Taipei zu unserem 5ten vierjährigen-Missionseinsatz
Seit wenigen Tagen sind wir als ganze Familie wieder vereint in Taipei und daran uns wieder einzurichten. Aus unterschiedlichen Gründen planen wir einen Umzug, unser bisheriger Mietvertrag läuft sowieso aus und Jonathan braucht auch nicht mehr die unmittelbare Nähe zur Schule. Vier haben uns gestern in 2 Std. vier Mietwohnungen angeschaut, bei zweien hätten wir Interesse, müssen aber noch wegen dem Preis und Einbaumöbeln die raus sollten verhandeln. Kurz: Wir haben noch keine Alternative zur jetzigen Bleibe gefunden, sollten aber bis Ende der Woche etwas gefunden haben, weil danach der Schulbetrieb wieder losgeht.

Rückblickend sind wir dankbar für beides, die vier intensiven Monate in Trennung und die zwei in denen wir dann wieder zusammen im Dienst und schliesslich auch im Urlaub waren. - Die ersten Tage zurück waren nicht nur gefüllt mit durchweg brütender Hitze und Schwüle, viele technischen Dinge waren im Eimer. Repariert werden mussten das Auto, der Motorroller, ein Wassererhitzer, die Waschmaschine und ein Telefon. In fast allen Fällen ist das heisse Klima mit einem hohen Schwefelgehalt in der Luft schuld daran. Dann begann die Jagd auf alle Papiere für die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligungen, zuerst fehlten auf einem Dokument ein bestimmter Stempel, noch schnell ein aktuelles Photo und konnte am letzten Tag vor Ablauf der Frist alles rechtzeitig beantragt werden.Die Waschmaschine ist allerdings immer noch nicht zu gebrauchen. Da manche Mietwohnungen inzwischen oft schon Waschmaschinen haben, warten wir noch etwas ab wie sich die Wohnfrage entwickelt, bevor wir vielleicht unnötig Geld ausgeben.

Unsere Dankesanliegen:
(D) Gesund und wohlbehalten zurück in Taiwan angekommen.
(D) Die Gemeinde in Shepai ist im Juli und August fertig nach Beitou (Nordtaipei) umgezogen
(D) Für unsere Arbeit via TECC bei CCEA kam ein Spende von umgerechnet rd 5000.- , womit Alain die Sorge schon mal los hat wie die knapp 80,000.-NT$ für die indonesisch-chinesischen Lukasevangelien bezahlt werden sollen. Preis dem Herrn!
(D) für ein sehr interessantes Gemeindebauseminar, an dem Alain mitwirken konnte und manche "alten Freunde" wieder sah.

Unsere Fürbitte Anliegen
(F) Eine andere Wohnung, näher bei der Gemeinde, die nicht mehr als die jetzige kostet, aber trotzdem unseren Anforderungen entspricht (auch mit Parkplatz, Küche, Platz für Stauraum und ein Büro).
(F) Dass wir dem Herrn gute Zeugen mit einem überzeugenden geistlichen Dienst sein können.
(F) Kinderchorfreizeit am 3./4. September.
(F) Gutes und schnelles Wiedereinleben als Familie mit Balance zwischen Schule, Dienst und Familie.

25 Juli 2010

Und schliesslich vor dem neuen Einsatz in Taiwan...

kommt noch der Familienurlaub in Deutschland und der Schweiz! - Seit acht Jahren die ersten vier Wochen Urlaub aneinander . Ab 16. August ist Alain und ab 19. August die ganze Familie wieder in Taipei. - D.h. die nächsten Informationen kommen dann wieder aus Taiwan. - BITTE betet weiter mit für die volle Deckung der finanziellen Seite unseres Dienstes, die noch nicht ausreichend ist. Der neue Arbeitsvertrag ist deshalb auch noch nicht unterschrieben.

20 März 2008

Warum heisst der Karfreitag so? Im Heiligen Land ist der Karfreitag bekannt als „Guter Freitag“ (Good Friday) oder „Herausragender Freitag“ (Great Friday).
Der holländische Name dafür “Goede Vrijdag” bedeutet "Guter Freitag".
„Herausragender Freitag“ Μεγαλη παρασκευη: So benannt in den Ländern Bosnia and Herzegovina, Bulgarien, Kroatien, Tschechei, Estland, Griechenland.
Als „Langer Freitag“: In den Ländern: Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Faroer Inseln, Island. Heiliger Freitag: Südamerika, Frankreich, Italien, Portugal, Brasilien,, Philippinen, Vietnam, Japan(聖金曜日).
„Gedenktag von Christi Leiden": Chinessprachige Gebiete (基督受難日).
„Trauriger Freitag“: Arabisch-sprachige Christen.

In der deutschsprachigen Christenheit hat "Karfreitag", vom Alten Hochsdeutsch her die Bedeutung von Leiden. Die Bezeichnung "Kar"-Woche stammt vom alten deutschen Wort "Kara" = Trauer her; die Kirche trauert um ihren Herrn und trägt Reue und Leid um ihre Sünde. Andere leiten die Bezeichnung vom lateinischen "caro" = Fleisch ab, das mit der Kreuzigung des Fleisches in Beziehung gesetzt wird. Jedoch ist hier die Tendenz zu einer falschen Leibfeindlichkeit angelegt, während bei der ersten Deutung die Neigung zu ernsten, ja traurigen Gottesdiensten nicht zu unterschätzen ist, obwohl doch auch die Heilige Woche festliche Höhepunkte hat: Der Gründonnerstag als Tag der Einsetzung des Heiligen Abendmahls läßt uns die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott erfahren; das Osterfest selbst schenkt uns die Verheißung des ewigen Lebens. So ist es am sinnvollsten, wenn wir die Bezeichnung "Heilige Woche" gebrauchen.


Ursprung der Heiligen Woche ist gewiss das Osterfest selbst (darüber haben wir das biblische Zeugnis in Offb 1, 10, wo Johannes von dem "Tag des Herrn" spricht), dem das Gedächtnis des Leidens Jesu vorgelagert wurde, als sich die Ankunft des Herrn verzögerte; denn nun erfuhr die Kirche, dass sie vom Weg des Leidens nicht befreit ist, wohl aber in der Auferstehung eine große Verheißung hat.
Augustin spricht im 5. Jahrhundert von dem heiligen "Triduum" "des gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Christus", das sich im Gebrauch der Kirche auf die Tage Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag verlagerte, obgleich dies dem ursprünglichen Sinn des Triduums nicht entspricht.
In Jerusalem feierte man schon im 3. Jahrhundert die ganze Heilige Woche, beginnend mit dem Sonntag Palmarum, endend mit der Feier der Osternacht. Hier bemühte man sich, den Weg Jesu so treu wie möglich nachzugehen; alle Akte werden nicht nur in der Vorstellung, sondern leibhaftig vollzogen: das Volk geht mit dem Bischof hinab an den Ölberg und zieht dann wieder hinauf unter Jubelgesang: "Gelobet sei, der da kommt, im Namen des Herrn!" Der Weg führt allerdings zur Grabeskirche, symbolisch verdeutlichend, dass Jesu Köngitum durch das Kreuz begründet ist. Und so geht es fort. Die Osternacht wird in der Grabeskirche gefeiert, denn nirgendwo sonst kann die Auferstehung so deutlich werden wie an der). Ruhestätte der Toten. Daher wird auch heute, wo die Osternacht wieder neu entdeckt und gefeiert wird, häufig dieser Gottesdienst in der Friedhofskapelle oder am Friedhof begangen.
Von den acht Tagen der Heiligen Woche her empfängt der Christ Kraft und Mut, den Weg durch die Leiden dieser Welt zur Gemeinschaft aller Heiligen in der Auferstehung mit unserem Herrn Jesus Christus zu gehen. Das Kirchenjahr führt zu dieser Heiligen Woche hin, hat hier seinen Höhenpunkt, um von diesem Höhepunkt aus dann im Laufe der Trinitatiszeit einzelne Gesichtspunkte des Lebens unter der Führung Gottes zu betrach

Während die einzelnen Festtage auch einzeln beschrieben werden, kann an den übrigen Tagen der Heiligen Woche eine besondere Andacht stattfinden:

Montag
: Am Montag der Heiligen Wochen wird an die Salbung Jesu in Bethanien (Mk 14, 3-9) gedacht. Zu passender Stunde (der Sterbestunde Jesu) wird die Passion nach Johannes (Kapitel 18 und 19) gelesen.

Dienstag
: Zu passender Stunde (der Sterbestunde Jesu) wird die Passion nach Lukas (Kapitel 22 und 23) gelesen.

Mittwoch: 
Zu passender Stunde (der Sterbestunde Jesu) wird die Passion nach Markus (Kapitel 14 und 15) gelesen.

Gründonnerstag: Der Gründonnerstag ist der Donnerstag vor dem Karfreitag und zählt zu den drei Kartagen (Tridum) im engeren Sinn. Das geht zurück auf die jüdische Zeiteinteilung, nach der der nächste Tag am Vorabend nach Sonnenuntergang beginnt. In diesem Fall eröffnet Jesus seine letzte Station mit dem Abendmahl. Es ist der Abend an dem des neuen Gebots (Joh 13,34) gedacht wird. Von der iro-schottischen Tradition her daher der Name "Maundy Thursday" (Maundy kommt vom Mittel Englisch und Alt Französisch “mandé”, das sich vom lat. “mandatum” (Gebot) ableitet: “Mandatum novum do vobis ut diligates invicem sicut dilexi vos” (ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebet, gleich wie auch ich euch geliebt habe)

Feierpraxis: Durch die Konzentration der evangelischen Predigt auf die Bedeutung des Erlösungswerkes Christi (Solus Christus) und die Theologie des Kreuzes entwickelte sich der Karfreitag in der Zeit der Lutherischen Orthodoxie zum wichtigsten Feiertag in den evangelischen Landeskirchen - eine Bedeutung, die er bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts beibehielt. Im Zentrum der Feier stand dabei die Betrachtung der Passionsgeschichte durch Predigt, Gebet und Lieder. In den von Johannes Bugenhagen verfassten norddeutschen Kirchenordnungen war festgelegt, dass die von ihm zusammengestellte Passionsharmonie am Karfreitag zu verlesen sei.

Nachdem vor allem die lutherischen Kirchen bis ins 18. Jahrhundert hinein die vorreformatorische liturgische Praxis – von einigen als Missbräuchen empfundenen Stücken bereinigt – beibehielten, änderte sich das mit dem aufkommenden Einfluss rationalistischer und pietistischer Theologie und Frömmigkeit, in deren Folge die Deutung des Heiligen Abendmahls als Sakrament stark an Bedeutung verlor. Das hatte zur Folge, dass im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts nun der Karfreitag einer der wenigen Tage war, an dem in fast allen evangelischen Kirchen das Abendmahl gefeiert wurde.

Es kann auch von Montag bis Mittwoch eine Passion abschnittweise gelesen werden, z.B.

Montag: Lk 22, 1 – 38, Dienstag: Lk 22, 39 - 23, 12, Mittwoch: Lk 23, 13 – 56, Gründonnerstag: Abendmahleinsetzung, Karfreitag: Psalm 22 (Ps 22 LUT), 1. Epistel: (Jes 53,1-12 LUT), 2. Epistel: (2 Kor 5,19-21 LUT) , Evangelium: (Joh 19,16-30 LUT

25 Februar 2008

Jahres Missionsbericht der Familie Haudenschild (Jan.-Dez. 2007)
Wir sind dankbar für ein weiteres Jahr des Dienstes in Taiwan. Die Wahl in den Feldvorstand im März beeinflusste die Arbeitszeitverteilung zulasten anderer Dienstbereiche bei CCEA (Chinese Christian Evangelistic Associaiton). Gleichzeitig durften wir als Missionsfeldleitung erstmals in der Geschichte unserer Partnermission erleben, wie wir innerhalb weniger Monate vier neue Arbeitsfelder eröffnen konnten. Darüberhinaus gliederte sich unser Dienst nach Schwerpunkten wie folgt:
Lehr- und Predigtdienst.
 Predigtdienste in fünf Gemeinden und 2x in einem Krankenhaus in und um Taipei
Missionstraining für Kurzeinsätze in der Gemeinde für Kurzzeiteinsätze. Themen: Inlandmission, Auslandmission, Was ist Mission? Mission an Ausländern, Missionsgesellschaften Taiwans und ihr Fokus, Taiwans Missionsgeschichte (ppt) in der Gemeinde und bei der TMF Jahreskonferenz (Jahreskonferenz der evangelischen Missionen Taiwans).
Als Dozent am Seminar: 2 Semester missions-theologischen Unterrricht (an Pastoren, Doktoranden, Gemeindeleitern und -Mitarbeiter).
 Neuer Kurs: „Kulturüberschreitenden Gemeindebau im nichtchristlichen Kontext“
Aufgrund der mehrmaligen Bitte des Dekans vom Taosheng Theological Seminary werden von Alains Missionskurse zwei im Jahr 2008, der dritte wohl im Jahr 2009 veröffentlicht.
Evangelisation:
Taiwan Expatriate Caring Committee (TECC): Entwicklung von mehrsprachigen Traktaten für Ausländer, Strassen- und Hausevangelisation, Entwicklung eines zweisprachigen Markusevangeliums für Vietnamesen, Versand von evangel. Material an viele Gemeinden-Individuelle.- Unterstützung der Evangelisation von Thai in Taiwan
 Unterstützung der Teeniearbeit mit Material und einer deutschen Mitarbeiterin (Tabea Köbele, von Januar bis Mai 08 ).
Unterstützung im Gemeindebau / Gemeindeleben
 in der Hakka Gemeinde Hsinfeng: 3 Taufen durchgeführt (30.12.07).
 Gottesdienste ,, regelmässige Teilnahme an Gemeindegebet, Familienhauskreis.
Mobilisierung zur Mission: Campus Evangelical Fellowship 10. Missionskonferenz 2008 (TECC erstmals vertreten), Russland: Sommer 2008 Arbeit unter Ostrusslands Chinesen, Gemeindebau und Evaluierung der Arbeit vor Ort, regelmässige Missionsgebetstreffen, Pastorengebetstreffen, Vietnamesen aus Deutschland und USA zur Missionsarbeit in Taiwan eingeladen und begleitet. Die Kurzzeiteinsätze in Europa (Frankreich und Deutschland) zahlten sich u.a. dadurch aus, dass letztes Jahr in Barcelona das erste chinesisch theologische Seminar in Europa gegründet wurde. Rev. Wang, ein Teammitglied damals in Paris ist heute Dekan dieses Seminars. Dabei hat die Wahl des Platzes (Spanien) durchaus einen missionstrategischen Hintergrund (Spanisch ist eine der schnellstwachsenden Sprachengruppen).
Theologisch-Missionarischer Literatur- und Mediendienst: Artikel and die chinesisch-christlichen Medien, Vorbereitung von zwei Kursen zur Veröffentlichung. TECC Konferenz im Oktober 07 mit gründlicher Berichterstattung in der lokalen christlichen Presse Taiwans.
Überblick: Im Jahre 2006 sind wir bei der Evangelisation unter Vietnamesen, einem langjährigen Projekt endlich weitergekommen. Über 170 Vietnamesen fanden bis Ende Dezember zum Glauben an den Erlöser. Die Mühe, Strukturen um die evangelistisch - missionarische Arbeit unter Gastarbeitern/eingeheirateten Ausländerinnen aus Vietnam via chinesische Ortgemeinden zu schaffen hat sich gelohnt.

Das Bewusstsein für die dringende Notwendigkeit von Mission unter Minnan- (65% der Bevölkerung) und Hakka Sprachigen (3,6-4,0 Mio der Bevölkerung) ist gestiegen. Unsere Mission hat 8 Missionare in entsprechende Gebiete gesandt. (Auch Alain wird ab 2008 regelmässig mit einem Einsatzteam der Gemeinde zu Einsätzen in ein Hakkagebiet gehen, indem wir eine neue Gemeinde gründen wollen.

Rita konnte weiter an der professionellen Entwicklung ihrer musikalischen Begabung am „Sacred Music College“ arbeiten und wird sich nach diesem Semester auf ihren Abschluss vorbereiten. – Rita war in der Mission als Moderator für Veranstaltungen zuständig, pflegte weiter die neuen Kontakte, obwohl sie sich auch bei einigen wünscht, dass noch mehr Durchbruch zu berichten wäre. Die Verbrennungen an der Hand im Sommer verlangsamten das Lerntempo beim Klavierspielen für mehrere Monate erheblich und sind ihr leider bis heute noch eine Behinderung bei normalen Haushaltsarbeiten. Erstaunlicherweise (!) war genau dieses Semester das indem sie trotzdem mit der Hilfe des Herrn sehr guten Note

03 Juni 2007

Das vergangene Wochenende war gekennzeichnet von der Abschlussfeier am theologischen Seminar Taosheng, an dem immerhin drei der sechs Absolventen (was einer Steigerung um 600% gegenüber dem letzten Jahr entspricht) in Alains Missionsunterrricht waren. Den Abschlusstest im Fach "Kulturüberschreitenden Gemeindebau" haben alle 8 Studenten erfolgreich bestanden. Der einzige Student aus dem B.A. Programm kam jeden Montag vom 300 km südlich gelegenen Tainan mit dem taiwanesischen ICE zum Unterricht, weil es diesen Kurs für seine Ausbildungstufe sonst nirgends in Taiwan angeboten gibt.
Die Fakultät, zu der auch Alain als Gastdozent vom Missionscenter dazu gezählt wird, nahm den Anlass um zu Feiern. Es gibt immerhin nach einigen schwierigen Jahren des Seminars in der jüngsten Vergangenheit jetzt einen Aufwärtstrend in der Arbeit und viel zu danken. Man denkt schon laut über die Bildung eines Missionsdepartements nach. Der nächste Kurs beginnt für Alain im Herbst an einem anderen Seminar (Einführung in die Mission).
Der Taosheng Chor umrahmte die Feier mit Beiträgen von hoher musikalischer Qualität. Dazu gehörten Chorwerke und Soli.Wer Interesse an einer CD des Taosheng Chors hat melde sich bitte bei uns. Gerne schicken wir euch eine Kostprobe.
- Obwohl das Seminar klein ist, hat es doch schon eine jahrzehntelange Geschichte mit Absolventen, die in viele Länder zu einem Dienst weitergingen. Ein Anliegen des Global Missioncenters von CCEA ist, was der Mission dient zu stärken. Dieses Seminar hat eine langjärige Geschichte in der Missionsarbeit in der Volksrepublik.
Freundschaften und Bekanntschaften, die einst hier während des Studiums von Gottes Wort entstanden werden oft wichtig für spätere Dienste. Auch in dieser Beziehung zeigt sich wie gut es ist, dass Rita jetzt diese Zeit dort mit anderen Studenten gemeinsam und mit ihnen "am Puls der Veränderungen" auf dem Markt der christlichen Musik lernen kann. Betet, dass auch das musikalische Zeugnis vom Reich "läuft"(2. Thess. 3:1) selbst wenn bald Sommerpause ist. Eine Nebenfrucht davon ist immerhin schon der Kinderchor in der Gemeinde (der aus terminlichen Gründen bei Rita von einem Mitglied unseres Hauskreis betreut und geleitet wird).

20 Mai 2007

Endlich haben wir die Ergebnisse: Gestern liess uns das Ergebnis von Jonathan's Bluttest nach drei Wochen Ungewissheit endlich aufatmen. Die Anzahl der weissen Blutkörperchen ist zurück auf normal, nachdem sie offenbar bedingt durch einen neuen Virus vor drei Wochen gefährlich tief abgesackt waren. Die Ärzte schlossen deshalb Blutkrankheiten wie z.B. Blutkrebs nicht aus. Um eine ausreichend aussagestarke Diagnose stellen zu können, musste sich Jonathans Gesundheitszustand erst genügend stabilisiert haben. Dazu kam, dass im Blick auf das Verhalten des neuen Virus und bzgl. seines Einflusses auf Blutwerte die Erfahrungswerte noch fehlten; man wusste deshalb nicht genau, worauf diese alarmierende Situation zurück zu führen war.

Was uns ausserdem schwerpunktmässig in den letzten Wochen beschäftigt hat:
Doulos in Taiwan. Gerade in der Woche von Jonathans Krankenhausaufenthalt lief das Programm mit OM`s (Operation Mobilisation) Schiff "Doulos" in Keelung auf Hochtouren. Hunderte von Gemeinden & Kirchen und viele Schulen waren angeschrieben worden, diese schwimmende Bibelbuchhandlung mit ihren fast 350 freiwilligen Mitarbeitern aus 57 Nationen besuchen zu gehen. Manche Gemeinden/Kirchen luden OM Teams zu sich in die Gemeinden ein. Insgesamt haben in Taiwan über 225 000 Leute (!) darauf reagiert. Besonders in der Zeit der Vorbereitung für Einsatzzeit in Nordtaiwan hatte Alain Gelegenheit mit dem vierköpfigen Vorbereitungsteam bestehend aus einem Holländer, einer Deutschen einer Schweizerin und einer Hongkongchinesin zusammen zu arbeiten. Mit hohem Zeitaufwand mühsam gesammelte Adressen und Informationen über das Land und die christliche Arbeit konnten wir so als Missions Center erstmals umfassend Fülle anbieten. Wir beten wir Fortschritte im Bau von Gottes Reich in den Herzen durch die vielen Dienste im Kleinen an Menschen deren Namen wir nicht einmal kennen. (Bild: Die Doulos in Keelung)

Rita und Musik. Sowohl vor Jonathans Krankenhauszeit als auch danach erlebte Rita in mehreren Auftritten wie sie sich beim Singen steigern konnte. Auch das Klavierspielen und Dirigieren hat sich positiv entwickelt. Rita will bis in einem Jahr die Abschlussprüfung am "Sacred College of Christian Music" schaffen, um so ein weiteres Standbein in unserem Dienst in den chinesischen Gemeinden zu haben.

Theologischen Unterricht. Das Semester geht bald zu Ende. Am 28.Mai schreiben Alain`s Studenten ihre Abschlussprüfung. Das Unterrichten des Faches "Kulturüberschreitenden Gemeindebau in Taiwan" war eine gute Erfahrung. Für das Herbstsemester ist Alain eingeladen "Einführung in die Mission" am Church-Planting Evangelical Seminary in Chungli zu unterrichten. Der Einladende ist ein früherer Schüler Alain`s, der kürzlich an diesem Seminar als Studienleiter eine Anstellung bekommen hat.

TECC (Taiwan Expatriate Caring Committee). Seit dem letzten Brief haben wir dank einigen Spenden fast 40 vietnamesische Bibeln verteilt, 25 indonesische N.T. und eine Thai N.T in Thai und Englisch. Wir hoffen noch in diesem Monat nach der Bewilligung ein chinesisch - vietnamesisches Markusevangelium herzustellen für den vietn. Text von der Bibelgesellschaft Vietnam auch die Autorisierung zu erhalten, das Produkt mit ihrem Text hier zu vertreiben zu dürfen. Dann sollen nach einer Zeit des Editierens, indem Alain involviert sein wird, bei der Bibelgesellschaft Taiwan 20 000 Exemplare gedruckt werden. Für ca 10.000 Stück haben wir die Spendengelder schon zusammen, um den Rest beten wir noch. - (Auf dem Bild: etwas für Bauch und Seele: Reisnudelpakete mit je einem Traktat)

Gebetsanliegen: (D=Dank, F=Fürbitte)
D: Eben fünf neue Gemeindeglieder in unsere Gemeinde getauft (eine Familie mit grossen Kindern)
D: Jonathan soll weiter in der Schulförderung bleiben
D: Erfolgreiche Missionskurse über Aussen- und Innemission in unserer "Gast-Gemeinde
D: Zahlreiche Gelegeneheiten mit dem mehrsprachigen Magazin "Kaibigan" Gemeinden für den Dienst an Ausländern zu begeistern.
D: Besonders erfolgreicher Informationsabend über TECC in einer Gemeinde in Taipei Land.
F: Das die Schulkosten für Jonathan nicht höher werden als letztes Jahr
F: Vorbereitung der grossen Jugendmissionskonferenz in Chungli (7.-11.Juli), wo auch TECC 5 Tische und ein Programm in einer grossen Halle haben wird.
F: Fortsetzung des Aufbaus eines Dienstes unter den Vietnamesen in Taiwan. Gott schickt Leute, um Möglichkeiten auszuloten, für Weisheit bei der Beratung.
F: Vorbereitung der Jahresmissionskonferenz in Taichung und den Workshops (Taiwans Missionsgeschichte u.a.)
F: Klare Begegnungen in unseren Begegnungen, durch Gespräche, Predigt und Zeugnisse

08 April 2007

Ostern! - Die Nachricht von Jesu Auferstehung ist bis heute die eigentliche Grundlage christlicher Glaubensüberzeugung und Nachfolge. Christen folgen nicht einfach einem Religionsstifter nach. Sie erfahren die durch Jesus Christus dem Gläubigen zugänglich werdende Hoffnung in Form einer radikal veränderten Lebensausrichtung: Nicht mehr der Tod, sondern das ewige Leben in Gemeinschaft mit dem Schöpfer sind die Zukunft. - Ostern bedeutet für Christen "VERÄNDERUNG" (I.Kor.15,51). Nicht mehr der Blick auf die gängigen Lebensphilosophien, sondern auf den Plan, den Gott mit jedem einzelnen Menschen hat, wird wichtig. -
War das Ergebnis des Ungehorsams Adams, des ersten Menschen, der Tod, so schuf das Wirken des "zweiten Adams", Jesus Christus, den Weg zu ewigen Leben, also vorwärts zum Schöpfer. - Dieses Leben ist keimhaft schon da, ebenso wie auch der Tod keimhaft in unseren Körpern, erkennbar am Alterungs- und Verfallprozess unseres Leibes, Sorgen verursacht. -
Die Phase mit SARS im Jahre 2004 hat uns deutlich vor Augen geführt, welche Kraft das keimhafte Vorliegen vom Tod in Form eines Virus besitzt, auch wenn das menschliche Auge davon erst wenig wahrnimmt. -
Die Bibel vergleicht Gottes Wort mit "Leben". Das Evangelium gilt deshalb als das Wort des ewigen Lebens. Diese Nachricht des Lebens auszubreiten und Leben zu stiften ist im Kern der Auftrag Jesu Auftrag an seine Nachfolger. - So wird die Botschaft von Ostern zur eigentlichen Grundlage für eine andere Zukunft, aber eben nicht durch gewaltsame Revolutionen, sondern die Veränderung des Herzens. Nachhaltige Veränderungen zum Besseren kommen an Ostern, d.h. am Glauben an den Auferstandenen nicht vorbei. Das zu Begreifen allein schon wird uns helfen anders zu leben und dabei weiter zu kommen.

03 April 2007


Es ist Osterzeit, für die Gemeinden hier in Taiwan bedeutet dies „Zeit der Evangelisation.“ – Nachdem die Schiffsmission „Operation Mobilisation“ in diesem Jahr mit der 92 jährigen „Doulos in Kaoshiung bereits über 105 000 Gäste verzeichnen konnte, freuen wir uns auf seinen Besuch im grossen Nordhafen Taiwans in Keelung. Die OM benutzt ihre Schiffe als schwimmende Bücherläden und lädt zur evangelistischen Veranstaltungen auf das Schiff ein, sendet aber Teams in Gemeinden, die sie einladen, um evangelistische oder missionarische Dienste vor Ort zu übernehmen. – Seit Wochen vermitteln wir Adressen und helfen den vorbereitenden OM-Teams im Norden und Süden des Landes zu einer guten Zusammenarbeit mit den Gemeinden vor Ort zu finden. – Auch 13 internationale Schulen mit insgesamt 5000 Schülern, darunter japanische, koreanische, holländische, französische, deutsche und einige britische amerikanische Schulen erhielten per Email und Fax Einladungen zu den normal gut besuchten Klasssenprogrammen. Für die Doulos soll es der letzte Aufenthalt in Taiwan sein, da es mit annähernd 100 Jahren auf dem Buckel in acht Jahren das internationale Schiffsrentenalter erreicht haben wird. – Über das landesweite Netzwerk von CCEA/CCRA ist es gelungen viele Gemeinden vor Ort für die Zusammenarbeit mit OM zu mobilisieren. Die United Missions of Taiwan entschied die Einsetzung ihres Vorstands für die Missionsbewegung im Süden auf der Doulos zu feiern. Das gab Alain Gelegenheit einigen der über 136 teilnehmenden Pastoren die Resourcen für die Arbeit unter Gastarbeitern vorzustellen. – Neben dem beinahe wöchentlichen Versand von Traktaten, Bibeln, CDs für Gastarbeitern, wurde TECC von einem Pastor in Tainan zu einer Hochzeit zwischen einer Thai und einem Taiwanesen eingeladen. Die Gemeinde hatte sich vorgenommen die Hochzeit für die buddhistischen Familienangehörigen aus Thailand so schön und so voll von Gottes Liebe wie möglich zu gestalten, brauchte aber noch eine Thaibibel, Traktate in Thai und Adressen von christlichen Gemeinden in Thailand. Hier halfen gerne. Die Feier gewann insgesamt beinahe den Charkater einer Aussendung .

16 Oktober 2006

06/2 "NEUES aus TAIWAN!"

A.& R.HAUDENSCHILD, CHUNG-YUNG 5TH ROAD #22,SHI-LIN DISTRICT, 111 TAIPEI CITY, TAIWAN, R.O.C.
Tel: 00886-22861 3052; Email:arhau@gmx.net http://www.ccea.org.tw/missionworld

IN DER MOBILISIERUNG ZUR WELTMISSION!

Liebe Freunde,
Eigentlich feiern die Taiwanesen um diese Zeit sonst ihre Herbstfeste. Doch dieses Jahr gibt es Probleme mit der Feststimmung. Hunderttausende fordern wegen Korrup-tionsskandalen den Rücktritt des Präsidenten. Zum 14. Male wurde der Antrag der R.O.C. Delegation für einen Eintritt Taiwans in die UNO durch das Veto der Volksrepublik China im Sicherheitsrat abgelehnt. Das treibt manche Gemeinde ins Gebet, Nichtchristen oft auf die Strasse zu Demonstrationen.
Gottes Fürsorge. Dass man der Politik nicht immer ausweichen kann erlebten wir diesen August in England, Flughafen London Heathrow. Zusammen mit tausender anderer erlebten wir wie ein vermuteter Bombenanschlag von Terroristen unse-ren gesamten Zeitplan auf den Kopf stellte. Statt nach wochenlangem Reisedienst in den Urlaub zu gehen, saßen wir in England für ein paar Tage fest!- Doch unser himmlische Vater erstaunte uns. Nachdem auch am zweiten Abflugtag drei Tage nach unserem ersten alles wieder Mal alle Flüge in die Schweiz gestrichen worden waren, sassen wir noch gleichentags spätnachmittags in der Businessklasse in einem Airbus nach Stuttgart unterwegs und erreichten per Zug Zürich noch kurz vor Mitternacht. Heimatdienst mit BMW. Ein Bruder aus unserer Gemeinde in Konstanz lieh uns großzügig seinen BMW für einen guten Monat aus, sodass uns das viele Reisen gar nicht wie sonst so angestrengt hat (4000km). Es war einfach super in diesem Sommer viele von euch zu sehen, Gemeinschaft zu haben und natürlich bedauern wir sehr, dass wir nicht jeden besuchen konnten. Gerne schauen wir uns die Digitalbilder, die dabei entstanden sind, immer wieder an. Die Anteilnahme an unserem Dienst tat uns gut. – Mit dieser Erfahrung im Sommer die Arbeit vor Ort erneut aufzunehmen war einfacher.
Wie geht es nun weiter mit der „Mobilisierungsarbeit“?
Die 3. Konferenz für Mission unter asiatischen Ausländern: Die Gemeinden/Kirchen in Zentraltaiwan, wo wir dieses Jahr die Konferenz abhalten werden, sind im Vergleich mit den Gemeinden in Nordtaiwan noch weniger in der Missionsarbeit engagiert. Allerdings arbeiten gerade in Taichung und Umgebung mehrere 10000 asiatische Gastarbeiter aus Thailand, Vietnam, den Philippinen und Indonesien. Mit dieser Konferenz sollen lokale Pastoren und Interessierte auf die Möglichkeit, diese Leute mit der Guten Nachricht der Bibel bekannt zu machen, mit Hilfe von Power Points und Forums Beiträgen hingewiesen werden. Wer will mitbeten, dass Gastarbeiter von taiwanesischen Gemeinden geistlich „adoptiert“ werden, um sich um sie zu kümmern?
Neue Partnerschaft für TECC. Die ROC Bibel Gesellschaft hat in den letzten Gesprächen eingewilligt enger mit uns zusammen zu arbeiten und uns auch besondere Vergünstigungen zu geben, um die Verbreitung der Bibel unter den Gast-arbeitern zu unterstützen. Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen dem Grad in dem eine Sprachgruppe mit dem Evangelium erreicht ist und dem Fortschritt in der Biibelübersetzung einer Sprache. Erst vor wenigen Tagen hat man sich nach jahrelangem Streit in der Regierung geeinigt welche lateinische Umschrift (Romanisierung) man für die taiwanesische Version des Hokkien einführen will. Die gegenwärtig kursierende Bibelübersetzung in TW Hokkien stammt aus dem Jahre 1935. Kaum 1% dieser Sprachgruppe, die aber 65 % der Bevölkerung ausmacht, sind Christen. Es ist für sie alle schwierig die Bibel in ihrer Sprache mit den extra Zeichen, die das Mandarin nicht hat, richtig zu lesen. Das taiwanesische Hokkien ist eine der 18 gesprochenen Sprachen in Taiwan, 15 andere sind gar nicht chinesisch. Die Bibel ist nur in drei dieser Sprachen vollständig übersetzt, eine davon ist die alte Hokkien Version, die momentan überarbeitet wird, an 8 anderen wird noch eifrig gearbeitet (siehe Bild). –
Jonathan: Er feierte eben seinen 10. Geburstag, zudem er genau 8 Freunde eingeladen hatte. Während vier Stunden freuten sich die jungen Gäste an Kuchen, Spielen und am Zusammensein. Jonathan ging es bei der Auswahl auch ein bisschen darum eher am Rande oder noch auf dem Weg zu Jesus stehende zu berücksichtigen. Als Papa das von seinem hörte war dieser ziemlich überrascht. Jonathan liest seit Oktober im „Guten Start“. (Prophet Daniel). Den kommenden Geburtstag will er nutzen, um seine sozialen Kontakte zu pflegen (Die Einladung musste mit Partyplaner Software geschrieben und farbig gedruckt werden!).
Aus „unserer“ Gemeinde in Taipei: Inzwischen kam es bereits zum 2. Auftritt des 30 Kinder zählenden Kinderchors, ein weiterer ist für Dezember in einer großen Kirche Taipeis geplant. Auch nach den Ferien blieb die Teilnehmerzahl konstant. Das christliche Einsatzteam aus der Mongolei verlies Taiwan gerade wieder als wir wieder ankamen. Die Gemeinde in Erdenet (Mongolei) ermutigt von ihren Erfahrungen in Taiwan wollen nächstes Jahr in einem ihrer Nachbarländer weiter machen. – Während Rita mit Jonathan im Kinderchor ist unterrichtet Alain eine sog. „Suchergruppe“ . Das sind Taiwanesen, die mehr über den christlichen Glauben kennen lernen oder sich auf die Taufe vorbereiten wollen. Oft sind sie noch keine Christen. Es ist jedes Mal spannend zu sehen wie sie im Verlauf des Unterrichts anfangen das Evangelium zu verstehen und zu glauben.
CCEA (Chinese Christian Evangelistic Association), Global Mission Center (CCGMC). Die Arbeit im Bereich der Schulung von Gemeinden, Kurse für Pastoren, diakonische Arbeit und endlich auch die Unterstützung für missionarische Programme ist gewachsen! Das chinesische Unterrichtsmaterial von CCEA wird mittlerweile auch in anderen asiatischen Ländern von chinesischen Gemeinden unterrichtet.
30 Jahre Gemeindejubiläum in Chingshwuei:
Die Festtagspowerpoint und die anwesenden ehemaligen Missionare/Pastoren etc. können es alle bestätigen: Diese Gemeinde am Indischen Ozean in einem Umfeld der taiwane-sischen Volksreligion konservativster Form zu gründen und aufzubauen war nicht nur wegen dem TW Hokkien, das dort gesprochen wird, schwer gewesen. Die Gemeinde steht und ist für die Region seit ihrer Gründung besonders in der lokalen Bildungsarbeit an Schulen zu einem Segen in der westl. Küs-tenregion Zen-traltaiwans ge- worden, wie der Leiter der Grundschule bestätigte. Am selben Abend fahre ich Hsu Chuei San nach Taipei, die einst in Chingshwuei getauft wor-den war und höre, dass sie heute am Lutherisch-Theologischen Seminar im Bereich chinesisch christliche Psychologie arbeitet. Andere aus dem gleichen Kreis junger Erwachsener sind heute Pastoren, Lehrer, Mitarbeiter in para-kirchlicher Arbeit, Mütter und Väter christlicher Familien mit Ansehen und Einfluss. In einer Zeit in der in Taiwan die moralische Bedeutung des Konfuzianismus, dem bisherigen Gesellschaftskodex Taiwans, nachhaltig verloren hat, interessiert sich eine neue Generation für das Zeugnis überzeugter Jesus Nachfolger. –
„Aus welcher Kraft lebst Du?“, war vor Jahren die Frage eines neugierigen Nachbarn an Frau Saunders, der Frau des Gemeindegründers gewesen. „Komm am Sonntag in den Got-tesdienst und sieh,“ war ihre (prophetische) Antwort. Sie ahnte nicht, dass die Antwort auf diese Frage sie für den Rest ihres Lebens begleiten würde. Am folgenden Sonntag legte sich eine kranke Frau auf den Vorleger beim Eingang der kleinen Gemeinde offenbar in der Hoffnung, der christliche Gott würde sie während des Gottesdienstes heilen. Sie war kein Christ, hatte aber von Gottes Heilkraft gehört. Am Eingang des Got-tesdienstraumes fühlte sie sich Gott am nächsten. Der Nachbar kam mit seinen Söhnen. Während der Predigt stand jemand von Gottes Wort berührt auf und verabschiedete sich mit den Worten, er müsse sich zuerst mit jemandem versöh-nen, bevor er weiter an der Versammlung teilnehmen könne. Als der Mann bereits weg war, fiel einigen anderen auch ein, was nicht stimmte und baten sich gegenseitig um Vergebung. – Plötzlich sprang die Kranke von ihrem Platz am Eingang auf und jubelte: „Ich bin geheilt!“ . Ab da hatte Frau Saunders die Antwort: “Wir leben aus der Kraft der Vergebung“. Das Vergeben hatte Gottes Heilungsstrom freigesetzt.
Theologisches Seminar Taosheng, Taipei. Die Vorbe-reitungen für einen neuen Kurs (Missions-Ekklesiologie, ab Februar 06) haben noch etwas Zeit. Der Kurs wurde im April vom Herbst- auf das Frühjahrsemester verschoben.
F.E.C.C. (Friends of European Christian Committee) Die Initiative hatte zumindest für einige Missionen/Gemeinden ermutigende Wirkung. Es gibt nun eine wachsende Webseite auf der Adressen chinesischer Gemeinden einiger europäi-scher Länder aufgelistet sind (vgl. Frühjahsrundbrief). Für März 07 hat sich ein Kurzzeiteinsatzteam aus Holland (Eind-hoven) angemeldet. Es sind christlich-chinesische Restau-rantbesitzer in Europa, die mit taiwanesischen Gemeinden über ihr Projekt ins Gespräch kommen wollen und in Taiwan zusammen mit lokalen Christen missionieren möchten.

Unsere Gebetsanliegen: (F=Fürbitte, D=Dank)
(D):Ritas Fortschritte an der kirchlichen Musikschule
(D):Jonathans Fortschritte in der Schule und Klavier
(D):Weiterentwicklung des F.E.C.C. Redaktionsteam
(F): Rita’s Musikkurse, Kontakte
(F):Vorbereitung d. theologischen Unterrichts ab Feb.07
(F): Gelingen der 3. Ausländermissionskonferenz(23. 10)
(F): Projekt Pastor für d. Thai in Taichung, gezahlt durch Chinesen
(F): Das Projekt: Verbreitung vietnamesischer Bibeln in TW
(F): Entwicklung der Missionszeitschrift „Kaibigan“

Danke, auch den neuen Freunden, dass wir mit euch zählen können. Herzlichen Dank für euer Vertrauen.
Alain, Rita und Jonathan Haudenschild
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Konten:
Deutschland: Volksbank Kraichgau, Nr. 269 204 (BLZ 672 919 00), DMG, „für Haudenschild“ Bei grösseren Summen besonders vorteilhaft:: DMG-Stiftung: Volksbank Kraichgau, Nr. 1111116, (f. DMG, Haudenschild)
Schweiz: Schweizerische Missions-Gemeinschaft, CH-Küsnacht, PC 80-42881-3, DMG, „für Haudenschild“
Österreich: E.K.K. Wien Kto.-Nr. 7404767, Verwendungszweck: DMG, „für Haudenschild“ (nur noch bis Ende 2006)
Grossbrittanien: Barclays Bank London Code 20-94-67, A/C 60829838 DMG, for “family Haudenschild”

Konten:

Deutschland: DMG Interpersonal, IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04, Ref: 80115 SMG-R.Haudenschild

Schweiz und EU: Schweiz. Missionsgemeinschaft (SMG), IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3, SWIFT: GENODE61WIE, Ref: 80115 SMG-R.Haudenschild

GROSSBRITTANNIEN: Schweiz. Missionsgemeinschaft (SMG), IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3, SWIFT: GENODE61WIE, Ref: 80115 SMG-R.Haudenschild

USA: Schweiz. Missionsgemeinschaft (SMG), IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3, SWIFT: GENODE61WIE Ref: 80115 SMG-R.Haudenschild AEM (Schweiz) : IBAN: 047 0900 0000 8003 3737 6, Vermerk: Alain Haudenschild

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